Coaching Blog, Life Coaching Laura Seiler Berlin

02 Mai Schwere Krisen meistern

Scheitern ist in unserer Gesellschaft ungefähr so sexy wie bei einer Cocktailparty in Jogginghosen aufzulaufen. Man wird irgendwie mitleidig angesehen und so wirklich mit einem sprechen möchte auch niemand mehr. Am liebsten würde man sich verkriechen, aber jetzt wo man schon mal da ist, muss man wohl das Beste daraus machen.

 

Wie Du dich auf Krisen vorbereiten kannst…

 

Zu scheitern ist oftmals eine sehr schmerzhafte und einschneidende Erfahrung, auf die die wenigsten vorbereitet sind. Alle erzählen gern von ihren Erfolgen und den Dingen, die gut gelungen sind, aber kaum jemand berichtet detailliert vom eigenen Scheitern und warum es dazu gekommen ist. Das bedeutet nicht nur, dass Scheitern ein Tabuthema in unserer Gesellschaft ist, es bedeutet leider auch, dass man sich sehr schlecht darauf vorbereiten kann, da es kaum Erfahrungswerte gibt, auf die man zurückgreifen könnte.

Im Normalfall gibt es bereits vor dem Scheitern erste Anzeichen dafür, dass eine Veränderung wie z.B. eine Kündigung, eine Trennung, eine Insolvenz, o.ä. bevorsteht. Auf diese ersten Anzeichen zu achten und sie nicht zu ignorieren, ist ein erster extrem wichtiger Schritt, um beim Eintreten der Situation nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren und schon mental darauf eingestellt zu sein. Auch wenn es vielleicht weht tut, ist es wichtig hinzusehen und die Anzeichen nicht zu ignorieren.

Die Fragen: „Was ist das Schlimmste, was mir beim Eintreten der Situation passieren kann?“ und „Was werde ich verlieren?“ helfen dabei sich mental auf den Worst Case einzustellen und darauf vorbereitet zu sein.

Sich des Weiteren die Fragen zu stellen „Was gibt es Gutes an der Situation?“ und „Welche Vorteile habe ich durch das Scheitern?“ rückt die vermeintlich ausweglose Lage in ein neues Licht und stärkt die Selbstwirksamkeit.

 

…und was Du tun kannst, wenn es bereits zu spät ist.

 

Steckt man bereits mitten in der Krise hilft es ungemein keine weitere Energie darin zu verschwenden die Situation zu verteufeln, Schuldzuschreibungen zu machen und sich nicht eingestehen zu wollen, was passiert ist. Offen mit dem Scheitern umzugehen wirkt vielleicht im ersten Moment so attraktiv wie in ein Eisbad zu springen, aber ist man einmal gesprungen, ist es befreiend und belebend. Scheitern ist ein sehr emotionaler Prozess und es bringt nichts, die aufsteigenden negativen Gefühle wegzudrücken. Zulassen, darüber sprechen, vielleicht eine Auszeit nehmen und sich selbst etwas Gutes tun kann Wunder wirken. Selbstkasteiung hingegen hat noch keinem geholfen.

Das Beste am Scheitern ist jedoch der Moment, wenn der akute Stress und das Gefühl des Verlusts weniger werden. Dieser Moment ist ein Moment des Neubeginns. Wir sind glücklicherweise gezwungen unsere Komfortzone zu verlassen und haben die Möglichkeit uns zu fragen, was wir wirklich wollen, was uns gut tut, ob wir eine ganz neue Richtung einschlagen möchten und können den Kompass komplett neu ausrichten.

Vor allen Dingen haben wir gelernt, dass wir am Scheitern nicht scheitern sondern wachsen.


Empfehlung: Die FuckUpNight –  von Gescheiterten lernen

 

Wer sich von den Fehlern anderer inspirieren lassen möchte, der sollte unbedingt zur FuckUpNight gehen. Die FuckUpNight findet einmal im Monat statt und bietet Menschen, die schon mal so richtig gescheitert sind die Möglichkeit von ihren Erfahrungen zu berichten. Das ist nicht nur sehr spannend und häufig auch lustig, meistens geht man auch mit vielen guten Ratschlägen im Gepäck nach Hause.  Mehr Infos zur FuckUpNight gibt’s hier.

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