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Du musst dir Liebe nicht verdienen.

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Ich lag in meinem Hotelzimmer und konnte mein Glück kaum fassen

Am Sonntag meiner Geburtstagsfeier lag ich kurz in meinem Hotelzimmer auf dem Bett. Die Balkontüren standen offen, die Vorhänge bewegten sich im Wind, und ich konnte auf den See schauen. Von unten kamen die Stimmen meiner Freundinnen und Freunde, meiner Familie, das Lachen, dieses ganz besondere Stimmengewusel von Menschen, die sich wohlfühlen miteinander.

Ich lag da und dachte: Wie perfekt kann es eigentlich sein?

Mein 40. Geburtstag war für mich viel mehr als eine Party. Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben drei Tage lang Geburtstag gefeiert. Ich habe gesungen, getanzt, gebadet, Kakao getrunken, gegessen, gelacht und vor allen Dingen etwas empfangen, das ich lange nur sehr schwer an mich heranlassen konnte: Liebe.

Ich habe mich so geliebt gefühlt und ich konnte diese Liebe auch wirklich aufnehmen.

Vielleicht kennst du das auf deine eigene Art. Vielleicht gibt es Menschen in deinem Leben, die dir Zuneigung zeigen, die für dich da sind, die dich sehen wollen. Und vielleicht gibt es gleichzeitig einen Teil in dir, der sofort immer direkt denkt, er müsse etwas zurückgeben oder der sich fragt, ob er diese Liebe überhaupt verdient hat.

Dieser Teil war lange sehr vertraut für mich. Ich hatte tief in mir die Geschichte gespeichert: Ich muss geben, um geliebt zu werden. Wenn ich einfach nur da bin, ohne etwas für jemanden zu tun, ohne etwas zu leisten oder zu halten, dann bin ich vielleicht nicht liebenswert. Diese Geschichte hat viel mit mir gemacht, sie hat es schwer gemacht, Hilfe, Freude oder Liebe anzunehmen.

An meinem Geburtstag habe ich gemerkt, wie viel sich darin bereits verändert hat. In diesen drei Tagen konnte ich spüren: Ich darf hier sein, ich darf mich freuen, ich darf empfangen und ich darf geliebt werden.

Ich glaube, genau darum geht es so oft, wenn wir über ein erfülltes Leben sprechen. Es geht um diese Momente, in denen du auf dein Leben schaust und merkst, dass Liebe da ist, Frieden und dass du dich nicht mehr gegen alles in dir und um dich herum stemmen musst. Dein Leben darf sich weit anfühlen und du darfst es spüren, wenn es schön ist.

Natürlich weiß ich, dass Beziehungen und Familiengeschichten nicht immer leicht sind. Manche Menschen tragen Erfahrungen in sich, die sehr schmerzhaft waren oder es noch immer sind. Ich möchte damit nichts kleinreden. Mein eigener Weg hatte viele Momente, die traurig, herausfordernd und herzzerreißend waren. Gerade deshalb hat mich dieser Geburtstag so berührt. Weil ich sehen konnte, dass der Weg, den ich vor vielen Jahren begonnen habe, Spuren hinterlassen hat: in mir, in meinen Beziehungen und in meiner Fähigkeit, Nähe zuzulassen.

Wenn ich heute auf diesen Moment am See zurückblicke, dann weiß ich: Die innere Arbeit wird irgendwann sichtbar. Vielleicht nicht sofort, doch sie verändert die Art, wie wir uns selbst begegnen, wie wir zuhören, wie wir vergeben und wie wir Liebe annehmen. Und irgendwann sitzt du in einem Zimmer, hörst die Menschen lachen, die du liebst, und dein Herz weiß: Ich bin hier und ich werde geliebt.

In dieser Podcastfolge erfährst du...

– was ich an meinem 40. Geburtstag über Liebe und Empfangen gelernt habe

– warum sich innere Arbeit langfristig in deinen Beziehungen und in der Beziehung zu dir selbst zeigen kann

– wie Amor fati dir helfen kann, mit deiner Geschichte in Frieden zu kommen

– wie du alte Selbstbilder neu anschauen und dir selbst wieder näherkommen kannst

– wie du mit einer klaren Intention wieder bei dir selbst ankommst

Du bist kein Berg – du bist ein Regenbogen.

Eine der Erkenntnisse, die mich im letzten Jahr besonders begleitet hat, hat mit unserer Identität zu tun. Wir glauben so schnell, wir wären festgelegt. Wir erzählen uns Geschichten darüber, wer wir sind, was wir können, warum wir so reagieren, welche Rolle wir in Beziehungen haben. Und weil sich diese Geschichten oft über Jahre wiederholen, fühlen sie sich irgendwann wie Wahrheit an.

Ich habe lange gedacht, Identität wäre etwas Festes, wie ein Berg, der einfach da steht.

Dann war ich im Sommer in Dänemark und sah einen doppelten Regenbogen über dem Meer. Er war so klar, dass es aussah, als würde er das Wasser berühren. Für einen Moment hätte man beinahe glauben können, man könne mit einem Boot dorthin fahren und auf ihm laufen. Doch ein Regenbogen ist Licht, das sich im Regen zeigt. Er ist da, er berührt dich, und du kannst ihn trotzdem nicht festhalten.

Diese Vorstellung hat etwas in mir gelöst.

„Du bist kein Berg. Du bist ein Regenbogen.“

Laura Malina Seiler

Du darfst dich verändern. Du darfst wählen, welcher Mensch du in deinem Leben sein möchtest. Deine Vergangenheit gehört zu dir, deine Erfahrungen gehören zu dir, deine Geschichten haben dich geprägt. Und gleichzeitig darf eine Geschichte, die dich lange begleitet hat, heute weniger Raum bekommen.

Schreib mir gerne hier unter dem Beitrag oder in die Kommentare bei Instagram @lauramalinaseiler, wie dir diese Podcastfolge gefallen hat und was du für dich mitnehmen konntest.


Rock On & Namasté

Deine Laura

Hier findest du alle Links zur Folge:

  • Mein neuer Kurs Soul Era: 28 Tage für deine Seelenessenz, startet 1. September: Hier anmelden

Hinweis: Die aufgeführten Links werden mit Veröffentlichung der Podcastfolge integriert und können zu einem späteren Zeitpunkt ggf. nicht mehr aktuell sein.

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