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Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben

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Deine Angst muss gar nicht weg.

Ich bin so eine kleine Frostbeule. Wir haben einen See hier in der Nähe vom Haus und ich war immer die Person, die qualvoll langsam ins Wasser ging. Ich machte einen Schritt, dann noch einen, das eiskalte Wasser kroch an den Waden hoch, jede Zelle in mir schrie: nein, nicht weiter. Es dauerte gefühlt eine halbe Stunde, bis ich endlich ganz drin war.

Dann war es natürlich wunderschön.

Irgendwann saß ich da und dachte: Ich weiß das doch längst, warum tue ich mir das jedes Mal wieder so an? Seitdem renne ich einfach rein.

Kennst du das Gefühl, wenn du ganz genau spürst, dass da vorne etwas deins ist, und gleichzeitig dieser kleine Angsthase in dir alle möglichen Szenarien durchspielt, was alles schiefgehen könnte? Vielleicht ist dein kaltes Wasser gerade kein See, sondern eine Entscheidung, ein Gespräch oder ein Traum, den du schon eine Weile vor dir herschiebst.

Diese Podcastfolge habt ihr mir in die Hand gedrückt, ein Themenwunsch-Kommentar der Community, der die meisten Herzchen bekam. Und ich habe gedacht: Diese Folge nehme ich für dich auf.

Das größte Missverständnis, wenn du Angst überwinden möchtest

Fast alle, die sich wünschen mutiger zu werden, haben dasselbe innere Bild davon, wie das aussieht: Du wachst auf, die Angst ist weg, und jetzt gehst du einfach los, mutig, ohne Schweißhände, Herzrasen oder inneren Widerstand. Glaube mir: so ist das nicht.

Mut bedeutet nicht, keine Angst mehr zu haben. Mut bedeutet, Angst zu haben und trotzdem loszugehen.

Jede Person, die du bewunderst, weil sie für ihre Träume lebt, kennt die Angst vor dem nächsten Schritt. Sie hat gelernt, trotzdem zu gehen, nicht die Angst loszuwerden.

Woher deine Angst ihre Daten bezieht und warum sie fast immer unrecht hat

Angst ist urmenschlich, und das ist erst einmal gut so. Unser Nervensystem ist seit Jahrtausenden darauf ausgelegt, uns zu schützen. Das Problem: Die Angst arbeitet ausschließlich mit Daten aus der Vergangenheit. Sie kennt nur, was dir einmal weggetan hat, was einmal schiefgelaufen ist, wo du dich einmal blamiert hast. Die Zukunft kennt sie nicht.

Ich nenne sie das Angst-Häschen: ein kleines, gut meinendes Wesen in dir, das alles Neue mit Daten von gestern bewertet. Würdest du einer Freundin, die ausschließlich aus vergangenen Erfahrungen urteilt, wirklich das Steuer deines Lebens übergeben? Wahrscheinlich nicht.

Genau das passiert aber, wenn wir der Angst erlauben, die Entscheidungen zu treffen.

Wer stattdessen an den CEO-Platz gehört

Innere Arbeit bedeutet nicht, die Angst wegzumachen. Es bedeutet, zu verstehen, wer in dir die besseren Entscheidungen trifft. Dazu gibt es eine Übung, die mein Denken grundlegend verändert hat: Stell dir dein 90-jähriges Ich vor. Er oder sie ist weise und im Frieden mit dem Leben, das du gelebt hast.

Diese Version von dir weiß, was wirklich zählt. Sie kennt den Unterschied zwischen den Ängsten, die dich schützten, und den Ängsten, die dich kleingehalten haben. Wenn du von dort zurückschaust auf heute: Was würde er oder sie dir raten?

Reverse Engineering aus der Zukunft ist eine der kraftvollsten Methoden in der Persönlichkeitsentwicklung – du gehst nicht von heute nach vorne, sondern schaust vom Ende deines Lebens zurück. Das nimmt der Angst ihre Macht. Denn aus dieser Perspektive wird sehr schnell klar, welcher Schritt sich lohnt.

Der Angst einen neuen Auftrag geben

Angst loslassen heißt nicht, sie zu ignorieren. Es heißt, ihr einen anderen Job zu geben. Der alte Auftrag: „Halt mich zurück, damit mir nichts passiert.“ Der neue Auftrag: „Meine größte Angst ist es, am Ende meines Lebens nicht für meine Träume losgegangen zu sein.“

Wenn die Angst diesen Auftrag hat, arbeitet sie plötzlich für dich statt gegen dich.

All das wartet in meiner neuen Podcastfolge auf dich.

In dieser Podcastfolge erfährst du...

  • was Mut wirklich bedeutet, und warum das Ziel nicht ist, keine Angst mehr zu haben,
  • woher deine Angst ihre Daten holt, und warum sie damit fast immer unrecht hat,
  • warum die Angst nicht der CEO deines Lebens sein darf, und wer diesen Platz stattdessen verdient,
  • wie du der Angst einen völlig neuen Auftrag geben kannst, der dich bewegt statt blockiert,
  • warum der kälteste Moment immer kurz vor dem ersten Schritt kommt – und was danach passiert.

Bist du bereit, ins kalte Wasser zu springen?

Es gibt einen Satz, der mich nie loslässt: Der reichste Ort der Welt ist der Friedhof, weil dort die meisten Träume begraben liegen. Träume, für die nie der richtige Zeitpunkt war, Entscheidungen, die immer noch einen Tag warten sollten.

 

Mutiger werden bedeutet nicht, die Angst zu besiegen – es bedeutet zu verstehen, dass du so viel größer bist als sie. Deine Seele hat diesen Traum in dich eingegeben, weil sie weiß, dass du ihn leben kannst. Die Angst vor dem nächsten Schritt, dass du genau richtig liegst und deine Seele einen größeren Plan für dich hat.

 

Der kälteste Moment ist immer kurz bevor du ins Wasser gehst. Irgendwann bist du drin und willst gar nicht mehr raus.


„Mut bedeutet, Angst zu haben und die Dinge zusammen mit der Angst trotzdem zu tun.“

Laura Malina Seiler

Schreib mir gerne hier unter dem Beitrag oder auf Instagram @lauramalinaseiler, was gerade dein kaltes Wasser ist und ob du heute reinrennst.

Rock On & Namasté

Deine Laura

Hier findest du alle Links zur Folge:

  • Mein neuer Kurs Soul Era: 28 Tage für deine Seelenessenz, startet 1. September: Hier anmelden
  • Happy Holy Confidence Masterclass – 10 Jahre Wissen in 3 Stunden, Pay what you want

Hinweis: Die aufgeführten Links werden mit Veröffentlichung der Podcastfolge integriert und können zu einem späteren Zeitpunkt ggf. nicht mehr aktuell sein.

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1 Kommentar
  • Sophia Gepostet unter 23:53h, 01 Juli Antworten

    💜 ich liebe es, wie du es seit über 10 Jahren einfach immer wieder neu auf den Punkt bringst! Obwohl du es schon oft ähnlich gesagt hast: jedesmal anders gut und richtig und einfach Volltreffer 💜 Danke dafür 🥰😘

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