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08 Feb

#392 Podcast: Dr. Jane Goodall: Wie du nie die Hoffnung verlierst

Gib nicht auf: Jeder einzelne Mensch kann so viel bewegen

Selten war ich so aufgeregt und berührt wie bei der heutigen Folge. Sie ist einer der Gründe, weshalb ich 2016 mit diesem Podcast angefangen habe. Damals schrieb ich meine absoluten Top-10-Interviewgäste in mein Notizbuch. Ganz oben auf der Liste stand der Name: Dr. Jane Goodall. 

Es ist so crazy, denn heute habe ich die wahnsinnige Ehre, Dr. Jane Goodall tatsächlich in meinem Podcast begrüßen zu dürfen. Dr. Jane Goodall ist eine der größten Tierschutzaktivistinnen unserer Zeit und hat unglaubliche wissenschaftliche Erkenntnisse geliefert über Affen, mit denen sie eine lange Zeit im Urwald verbracht hat. Seit meiner Kindheit bewundere ich ihre besondere Arbeit und ihren Mut zutiefst.

Dieses Interview ist ein Appell an dich, dass auch du etwas zur Veränderung auf dieser Welt beitragen kannst. Ich wünsche dir viel Freude beim Anhören und hoffe, dass dich das Gespräch ebenso tief berühren kann wie mich.

Im Gespräch mit Dr. Jane Goodall erfährst du …

  • wie eng wir mit Tieren und der Natur verbunden sind,
  • was dir Vertrauen für deinen eigenen Weg geben kann,
  • warum es das Beste ist, auf dein Herz und deine Intuition zu hören,
  • wie du nicht die Hoffnung (in die Menschheit) verlierst,
  • was du tun kannst, um auf der Welt etwas zu verändern.
  •  

Deutsch:

Englisch:

LAURA: Ich freue mich sehr, und fühle mich sehr geehrt, dich im Podcast zu haben. Jane Goodall, willkommen. Es ist toll, dich hier zu haben. 

JANE GOODALL: Danke. Auch für die Einladung. Ich weiß, dass dein Podcast sehr beliebt ist, also danke ich dir. 

LAURA: Für mich ist es wirklich … Ich musste heute vor der Aufnahme daran denken, was ich vor etwa sieben Jahren, als ich mit dem Podcast anfing, in mein Tagebuch schrieb. Ich schrieb, dass es einer meiner größten Wünsche ist, Jane Goodall im Podcast zu interviewen. Das heute ist also etwas ganz besonders Magisches für mich. Ich danke dir also, dass du hier bist.

 

JANE GOODALL: Gut. 

 

LAURA: Ich möchte in der Vergangenheit, in deiner Kindheit beginnen, da ich denke, dass das sehr inspirierend ist, dass du schon als kleines Mädchen wusstest, dass du nach Afrika wolltest. Und das in einer Zeit, in der das Reisen etwas ganz anderes war. Aber nicht nur das Reisen. Du wusstest als kleines Mädchen auch, dass du so etwas tun konntest. Es muss so ein großer Wunsch gewesen sein. Wie kam es, dass du schon als kleines Mädchen in deinem Inneren wusstest, dass das der Weg war, den du gehen wolltest? 

JANE GOODALL: Zuerst einmal kam ich voller Liebe für Tiere auf die Welt. Man kann sagen, dass ich, seit ich aus meiner Mutter kam, schon Tiere liebte und einfach raus wollte. Es gibt da dieses Schwarz-Weiß-Foto, auf dem ich mir Würmer ansehe. Einmal kam meine Mutter zu mir, als ich eineinhalb war, um mir „Gute Nacht“ zu wünschen. Sie fand mich mit Erdwürmern im Bett. Und sie sagte nicht, „Wie kannst du nur, raus damit“. Sie sagte nur: „Jane, ich denke, in der Erde wären sie glücklicher. Sie könnten hier sterben.“ Also brachten wir sie zurück in den Garten. Ich hatte also eine tolle Mutter, die mich unterstützt hat, und ich verdanke ihr so viel. Im Alter von 10 Jahren las ich „Tarzan bei den Affen“. Ich hatte Geld gespart, es war einfach … Lass mich nachdenken. Es war … Der Krieg wütete noch, und ich bekam ganz wenig Taschengeld. Ich hatte meine wenigen Pennys gespart und fand das Buch „Tarzan bei den Affen“. Ich nahm es mit nach Hause, mit auf meinen Lieblingsbaum. Übrigens bin ich gerade auch in dem Haus, in dem ich aufwuchs. Wow. Das war in diesem Haus. Dieses Haus. Einer meiner Lieblingsbäume, der steht da drüben. Ich nahm das Buch von Tarzan mit hinauf, las es dort und verliebte mich leidenschaftlich in diesen glorreichen Dschungelkönig. Da wusste ich, dass ich, wenn ich erwachsen bin, mit wilden Tieren leben und Bücher über sie schreiben würde. Und mit meiner unterstützenden Mutter … Schon nach dem Krieg ließ sie mich, und daran sieht man, wie klug sie war, bei einer deutschen Familie Englisch unterrichten, denn sie sagte zu mir: „Ich will, dass du etwas verstehst. Ja, wir hassten die Deutschen eine Zeit, aber du musst wissen, dass die Nazis und Hitler etwas ganz anderes sind als die Deutschen. Das musst du verstehen.“ Das zeigt, wie klug sie war.  

 

LAURA: Wow. Was kannst du zu ihrem Hintergrund sagen? Wie ist sie zu dieser tollen inspirierenden Frau geworden? Wuchs sie etwa auch in einer solchen Familie auf oder war sie einfach so? 

JANE GOODALL: Nein. Ihr Vater war kongregationalistischer Pfarrer. Ihre Mutter gehörte zu den sehr frühen Vorkämpferinnen. Sie hatte einen Job, während andere keinen hatten. Und da war sie noch nicht verheiratet. Meine Mutter hatte zwei Schwestern und einen Bruder. Sie wuchs in so einer Familie auf. Ihr älterer Bruder studierte Medizin, ihre ältere Schwester wurde Physiotherapeutin. Sie kümmerte sich um uns. Das war damals so. Als der Krieg ausbrach, waren wir in Frankreich, und sie brachte uns hierhin zurück. Das war das Haus meiner Großmutter. Wir lebten alle hier: Die Schwestern meiner Mutter, ihr Bruder nicht, meine kleine Schwester. Meinen Schwestern und mir gehört das Haus jetzt.

LAURA: Das klingt wirklich schön. Auch für alle, die zuhören. Es ist so wichtig, dass Eltern das fördern, was ihre Kinder schon in ihren Herzen tragen.

 

JANE GOODALL: Das ist wirklich wichtig. Und ich treffe so viele Leute, die sagen: „Nun, meine Eltern haben mich dazu gedrängt. Meine Eltern wollten das. Das ist nicht das, was ich wollte, und es hat mich nicht glücklich gemacht.“ So etwas ist sehr traurig. 

LAURA: Ja. Und wann war der große Moment? Erinnerst du dich an den Tag, an dem du dein Flugticket nach Tansania in den Händen hieltst? War das das erste Land, in das du flogst? Was war das erste Land, in das du flogst? 

 

JANE GOODALL: Wir hatten kein Geld, damit ich zur Uni gehen konnte. Ich arbeitete in London. Ich machte einen sehr langweiligen Sekretärinnenkurs. Und ich hatte einen wirklich tollen Job in London. Die Gelegenheit kam aber mit einem Brief einer Schulfreundin, deren Eltern nach Kenia gezogen waren.  

LAURA: Kenia war es.  

JANE GOODALL: Das war die Gelegenheit. Also kündigte ich. Ich brauchte Geld für das Ticket. Damals reiste man nicht mit dem Flugzeug, sondern mit dem Schiff. Es gab schon Flüge, aber die waren sehr teuer. Ich fuhr also mit dem Schiff. Ich verdiente mir das Geld hier in einem Hotel direkt um die Ecke, wo ich als Bedienung arbeitete. Irgendwann hatte ich genug Geld zusammen. Eigentlich sollte das Schiff durch den Suezkanal fahren, doch Großbritannien führte einen dummen Krieg gegen Ägypten. Ich weiß nicht, worum es ging, aber der Suezkanal war geschlossen. Wir mussten also unten an Kapstadt vorbei lang fahren. Wow. Das Ganze dauerte fast einen Monat, und es war wundervoll. Wie das Meer immer blauer wurde … Ich erinnere mich noch, als ich meinen ersten fliegenden Fisch sah. Der erste Ort in Afrika, an dem ich an Land ging, war Kapstadt. Warst du schon einmal dort? 

LAURA: Ja, schon sechsmal. 

JANE GOODALL: Der schöne Tafelberg … Meine Mutter hatte Freunde dort. Während wir zwei Tage dort Halt machten, kümmerten sie sich um mich, und ich war begeistert. Ich war in Afrika! Doch an den Sitzen und Türen im Hotel stand überall auf Afrikaans geschrieben: „Slegs blankes.“ Was bedeutete das? Nur für Weiße. So wurde ich nicht erzogen. Ich wurde nicht so erzogen, Menschen nach ihrer Hautfarbe zu verurteilen. Ich konnte es nicht erwarten, zu fahren. Und in Kenia war es so viel besser, weil das Land kurz vor der Unabhängigkeit von Großbritannien stand. Das Gefühl von bevorstehender Freiheit war toll. Ich hörte von Louis Leakey und suchte ihn im Natural History Museum auf. Ich denke, er war beeindruckt. Ich wusste wirklich viel über Tiere, auch wenn ich nie die Uni besucht hatte. Er gab mir dann einen Job. Seine Sekretärin war gerade gegangen. Und da war er, der schreckliche Sekretärinnenkurs. Das war zwar langweilig, aber dadurch erhielt ich Zugang zu einer Welt, wo man mir all meine Fragen zu Säugetieren, Vögeln und Insekten beantworten konnte. Das war einfach magisch. Er war auch derjenige, der mir die Möglichkeit anbot, Schimpansen in Tansania zu erforschen. 

LAURA: Und wie war es für dich, das erste Mal einen Schimpansen in echt zu sehen? Was war das für ein Gefühl? Weißt du noch, welcher das war und wie du dich fühltest? 

JANE GOODALL: Ich erinnere mich noch sehr gut. Es war ein davonlaufender Schimpanse. Sie liefen alle davon. Sie rannten nicht wirklich. Sie verschwanden einfach im Wald. Und zum Glück verlor einer von ihnen, David Greybeard, der hier hinter mir, langsam seine Angst. Ihn habe ich nach Termiten angeln sehen. Damals dachte man noch, dass nur Menschen Werkzeuge nutzten und herstellten. Es war toll, da ich Geld hatte … Leakey konnte irgendwie Gelder für sechs Monate organisieren. Man stelle sich vor, für diese verrückte Idee: Eine junge Frau, die in den Dschungel geht. Ich bekam also Geld für sechs Monate. Und die britischen Behörden … Tansania war damals noch Tanganyika, also Deutsch-Ostafrika. Es war ein Protektorat, und die Briten sagten, „Nein, wir übernehmen hier keine Verantwortung. Das ist eine alberne Idee.“ Am Ende sagten sie aber, dass ich mit einer Begleitung kommen müsse. Und wer meldete sich? Diese tolle Mutter. Sie war vier von sechs Monaten dabei. Es war wundervoll, was sie für das ganze Projekt tat. 

LAURA: Wenn ich das höre, stelle ich mir vor, wie toll es für dich und deine Mutter gewesen sein muss, diese Erfahrung zu teilen. Das war gewiss eine besondere, einzigartige Erfahrung, das mit der eigenen Mutter teilen zu dürfen. Das stelle ich mir sehr schön vor. 

 

JANE GOODALL: In den Bergen war sie nicht dabei. Sie blieb im Camp. Und wir sollten uns einen Koch nehmen. Aus Prestigegründen. „Sie brauchen einen Koch.“ Es war ein wunderbarer Koch, und er kochte für alle Briten und die Leute in Kigoma. Sie feuerten ihn aber, weil er eine Vorliebe für Alkohol hatte. Er zwackte immer vom Alkohol für sich ab, also dachten sie, dass er perfekt für Jane und ihre Mutter sei. Im Camp würde es keinen Alkohol geben. Er war ein wunderbarer Koch. In nur zwei Wochen kreierte er ein starkes Gebräu aus fermentierten Bananen. Er war recht oft beschwipst… Wir hatten es also mit einem beschwipsten Koch zu tun, allesfressenden Pavianen, die begannen, in unser Zelt einzufallen, weil sie sehr opportunistisch sind, und einem vorbei spazierenden Büffel. Und ich machte mich vor Tagesanbruch auf den Weg und kam im Halbdunkeln zurück. Meine Mutter war also den ganzen Tag allein, aber sie stellte eine kleine Klinik auf die Beine. Sie war weder Ärztin noch Krankenschwester, doch ihr Bruder war Arzt und ihre Schwester Physiotherapeutin. Sie arbeitete da mit ganz Grundlegendem wie Aspirin, Pflastern, Verbänden und alten Mitteln. Es kamen Fischer vom Meer zu ihr. Sie kamen von immer weiter weg, nachdem sie als weiße Medizinfrau bekannt wurde. Das half mir am Anfang sehr dabei, Beziehungen zu den Menschen vor Ort aufzubauen. Das war toll. 

 

LAURA: Schön: Wie war das für dich? Wie alt warst du, als du zum ersten Mal dort warst? 

 

JANE GOODALL: Ich war 23, als ich das erste Mal nach Afrika kam und Leakey traf. Ich musste eine Weile warten, bis er das Geld und die Erlaubnis hatte. Mit 26 kam ich zurück. Damals waren die Leute mit 23 oder 26 aber noch sehr jung und naiv. Nicht wie heute. Heute machen sich die Jungen zu Reisen auf und so weiter. Das war damals nicht so. 

LAURA: Wie war das für dich? Wenn ich mir vorstelle, mit 23 oder 24 im Dschungel zu sein, ganz allein … Würdest du sagen, dass … Ich stelle die Frage anders: Was hattest du in dir, das dir das Vertrauen und auch das Wissen gab, das es braucht, um sich durch unbewohnte Habitats zu bewegen, die nicht das Habitat waren, in dem du aufgewachsen warst? Du bist schließlich ganz anders aufgewachsen. Ich würde gern verstehen, wie das für dich war. Was ging in dir vor? Eine innere Stimme? Warst du ganz ruhig, warst du neugierig? Hattest du nicht manchmal Angst? Wir sprechen schließlich vom Dschungel. Das ist nicht London. 

JANE GOODALL: Nein, aber ich hatte davon geträumt, seit ich 10 war. Ich lebte meinen Traum. Und ich war immer der Überzeugung, dass Tiere einem nichts tun, solange man sie nicht erschreckt. Leute sagten, dass das dumm sei, weil da auch Leoparden und Büffel waren. Sie taten mir aber nichts, also warum war es dann dumm? Tiere greifen auch an, wenn Menschen ihnen etwas zuleide tun, doch sie waren völlig wild. Ob ich manchmal Angst hatte? Ja, hin und wieder hatte ich die auf alle Fälle. Bis die Schimpansen an mich gewöhnt waren, behandelten sie mich wie einen Feind, schrien und wackelten mit Ästen. Einer von ihnen schlug mir auch auf den Kopf. Das war schon etwas beängstigend. Doch sie wollten mir nichts tun. Ich sollte nur verschwinden. Und als ich nicht wegging … Ich tat so, als würde ich sie ignorieren, wenn sie so waren. Ich grub einfach Löcher im Boden. „Seht ihr, ich tue euch nichts. Ich buddle nur Löcher.“ Irgendwann gewöhnten sie sich an mich und vertrauten mir schließlich auch. Es dauerte alles also etwas, es war aber sehr … Es war ok. 

 

LAURA: Woher wusstest du in solchen Momenten, was zu tun ist? Zum Beispiel dann, als sie versuchten, sich zu schützen, weil sie dich für einen Feind hielten. Woher wusstest du, dass du ein Loch buddeln und so tun musst, als würdest du dein Ding machen? War das einfach deine Intuition, die dich da geleitet hat? 

JANE GOODALL: Es war nur das, denn nie jemand hatte das je getan. Niemand hatte zuvor gar versucht, Schimpansen in der Wildnis zu erforschen. Wow. Also, nein, ich hatte kein Buch, an das ich mich halten konnte. Ich hatte einfach die Überzeugung, dass die Tiere mir nichts tun würden. Es war irgendwie ganz natürlich, etwas zu tun, das zeigt, dass man nicht aggressiv ist. Ich bin also nicht weggerannt und habe keine Äste geschwungen. Das hätte mir vielleicht den Tod gekostet. 

LAURA: Was war der erste Moment … Oder besser: Was war der erste Schimpanse, von dem du wusstest, dass sie oder er dir vertraut? Was war der Moment, in dem du spürtest, dass sich nun etwas ändern könnte? Wie lang hat es gedauert, bis sie wussten: „Jane ist in Ordnung. Sie kann bleiben“? 

 

JANE GOODALL: Das war David. Ich denke, es war etwa … Es muss ein Jahr gewesen sein, nachdem ich dorthin kam. Er gestattete mir plötzlich, ihm zu folgen. Manchmal laufen Schimpansen allein umher. Ich dachte, ich hätte ihn verloren, denn er lief durch ein Gewirr aus Vegetation. „Nicht schlimm, ich finde ihn später“, dachte ich. Als ich schließlich aus dem Gewirr gekrabbelt kam, sah ich ihn, wie er dasaß und zurückblickte. Er sah mich an, als hätte er auf mich gewartet. Vielleicht hatte er das, ich weiß es nicht. Auf dem Boden lag eine reife Palmnuss, die Schimpansen einfach lieben. Ich setzte mich neben ihn und strecke ihm meine Hand hin, doch er drehte sich weg. Also hielt ich ihm meine Hand näher hin, und er drehte sich wieder zu mir. Er sah mir direkt in die Augen. Er streckte seine Hand aus, griff nach der Nuss und ließ sie gleich wieder fallen, dann drückte er leicht meine Finger. So bestärken sich Schimpansen gegenseitig. Das war ein so magischer Moment. Dann legte er sich hin und schlief ein. Er half mir und er half den anderen Schimpansen dabei, ihre Angst abzulegen. Als wäre er in einer Gruppe gewesen, die bereit war, wegzulaufen, und er saß einfach ruhig da. Ich nehme an, dass die anderen dachten, „Sie kann nicht so beängstigend sein.“ Sie vertrauten David schließlich. Er war zwar nicht das Alphamännchen, aber eine Art Anführer. Die anderen Schimpansen mochten ihn. Die Jungen liefen zu ihm, damit er sie beruhigte. Er war sanftmütig und weise. 

 

LAURA: Wow, das hört sich unglaublich schön an. Was hast du in dem Moment empfunden? Kann man die Größe dessen überhaupt fassen? 

JANE GOODALL: Das konnte ich, denn wir kommunizierten irgendwie auf eine Art, auf die wahrscheinlich unsere gemeinsamen Vorfahren vor 6 Millionen Jahren kommunizierten. Und durch das, was er tat, verstand ich, wie er sich fühlte. Er wollte nicht die Nuss. Ich sah, dass er verstand, dass meine Absicht gut war. Zwischen uns herrschte ein gegenseitiges Verständnis, und zwar aufbauend auf eine Art der Kommunikation, auf die Menschen wahrscheinlich kommunizierten, als sie noch keine Wörter hatten. 

LAURA: Ich denke, dass einer der größten Irrglauben, denen die Menschheit anhängt, darin besteht, dass wir denken, dass wir Tieren oder der Natur gegenüber überlegen seien, oder dass wir nicht die Natur seien oder zu ihr gehörten. Meines Erachtens ist dieser Glaube wirklich dumm. Was hast du von den Schimpansen gelernt? Was haben sie dir als Mensch mitgegeben? Was hast du von ihnen gelernt, was du von Menschen bis dahin nicht kanntest? 

JANE GOODALL: Das Wichtigste, das ich lernte, war, dass sie auf so viele Arten und Weisen … Damals wussten wir es nicht, aber wir wissen heute, dass wir zu 98,6 % in unserer DNA übereinstimmen. Wir sind also fast identisch. Natürlich gibt es Unterschiede beim Verhalten. Doch auch sie küssen und umarmen sich, halten Händchen, auch sie geben an, geben zuerst dem Alpha-Schimpansen die Hand und ringen um die Dominanz. Das erinnert mich an so manchen Politiker. 

LAURA: Stimmt. Da gibt es den einen oder anderen. 

JANE GOODALL: Das ist beinahe schon eine Beleidigung gegenüber Schimpansen. 

 

LAURA: Ja. Guter Punkt. 

 

JANE GOODALL: Auch wie die Mütter mit ihrem Nachwuchs umgehen. Und die engen lebenslangen familiären Bindungen. Kinder sind ihr ganzes Leben über mit ihrer Mutter verbunden. Sie verbringen immer mehr Zeit allein, und sie trauern. Ich sah ein Kleines sterben, nachdem seine Mutter starb. Es konnte ohne sie nicht leben. Sie können altruistisch sein. Als ich zwei Jahre schon bei ihnen war, sagte Leakey: „Jetzt musst du an die Universität. Die anderen Wissenschaftler sollen dich ernst nehmen.“ Als ich nach Cambridge kam, war ich die achte Person in der langen Universitätsgeschichte, die einen Doktor ohne Grundstudium machte. Mir wurde gesagt, dass ich alles falsch gemacht hätte. Schimpansen als Studienobjekte. Sie bräuchten keine Namen, sondern Nummern. Auch dass ich über deren Persönlichkeiten, ihren Verstand und ihre Gefühle sprach, war falsch, denn die wären den Menschen vorbehalten. Als Kind hatte ich einen hervorragenden Lehrer, der mir beibrachte, dass das nicht stimmte. Das war mein Hund. Alle, die schon ein Tier und eine gute Beziehung dazu hatten, wissen, dass wir nicht die einzige Spezies mit Persönlichkeiten, mit Verstand und mit Gefühlen sind. Hätte ich ihnen Nummern gegeben, hätte ich sie nicht unterscheiden können. Ich sagte aber nichts zu den Professoren. Ich schrieb einfach über die Schimpansen so, wie sie waren, in dem ich sie bei ihren Namen nannte. Dann beauftragte die National Geographics Hugo van Lawick mit Filmaufnahmen. Als die von immer mehr Leuten gesehen wurden, erkannten die Wissenschaftler langsam, dass sie falschlagen. Ich könnte schwören … Ich denke nicht, dass jemand von ihnen wirklich glaubte, dass Tiere keine Persönlichkeit und keinen Verstand hatten. Sie wussten einfach nicht, wie sie das erforschen sollten. Sie versuchten, Beobachtungsfeldarbeit zur „harten Wissenschaft“ zu machen. Eine harte Wissenschaft wie Chemie kann das aber niemals sein. 

LAURA: Würdest du sagen, dass sie vielleicht auch von dir als Frau eingeschüchtert waren, die in die wissenschaftliche Forschung einen völlig neuen Ansatz brachte und vielleicht … und ehrlich über ihre Erfahrung sprach? Du warst schließlich da, du hast dort geforscht. Würdest du sagen, dass sie von dir und dem Wissen, dass du brachtest, eingeschüchtert waren? 

 

JANE GOODALL: Nein, das denke ich nicht. Ich denke einfach, dass die Wissenschaftler damals nicht wollten, dass tierisches Verhalten in Frage gestellt wird. Als Mann hätte ich sicher dasselbe erlebt. Als Mann wären sie vielleicht noch unhöflicher gewesen. Sie waren von dieser jungen Frau, die in den Urwald ging, schlichtweg beeindruckt. Ich hatte zum Glück den besten Betreuer. Er half mir, indem er mein härtester Kritiker war. Er besuchte mich zwei Wochen lang in Gombe und half mir dabei, meine rebellischen Gedanken in eine Sprache zu übersetzen, die für andere Wissenschaftler akzeptabel war. Insgesamt hatte ich eine wundervolle Zeit in Cambridge. 

 

LAURA: Was ich an deinem Werdegang und deinem Ansatz, mit dem du das machst, was du machst, besonders fasziniert, ist die Tatsache, dass du keinen Bachelor-Abschluss und keine Uni besucht hattest, bevor du zu den Schimpansen gingst, um sie zu erforschen. In meiner Erfahrung, die ich bis jetzt gemacht habe … Auch ich habe einige Dinge gemacht, indem ich sie einfach gemacht habe. Ich habe nicht darauf gewartet, dass mir jemand die Erlaubnis gibt, und habe nicht erst einen Abschluss gemacht, um das zu machen, was ich heute mache. Ich frage jetzt für alle, die zuhören und sich vielleicht fragen, „Muss ich vielleicht erst das lernen oder das machen?“ Woher nehmen wir das Vertrauen oder wie schaffen wir es, an uns zu glauben, um unseren Weg zu gehen, ohne darauf zu warten, dass uns jemand ein Zertifikat gibt, dass uns bescheinigt, was wir bereit sind? 

 

JANE GOODALL: Ich hatte das Glück, eine Mutter zu haben, die mein Selbstvertrauen aufbaute. Leider haben manche Menschen keine Eltern, die sie unterstützen. Viele junge Leute haben mich als Vorbild genommen. Viele haben gesagt: „Jane, ich möchte dir danken. Du hast gezeigt, dass ich das, weil du es gemacht hast, auch schaffen kann.“ 

 

LAURA: Ja, das stimmt. Als ich deine Geschichte gehört habe, hatte oder habe ich das Gefühl, dass das Universum irgendwie über dir wachte oder so in der Art. Da war etwas, das dich segnete und sagte: „Jane, wohin auch immer du gehst, wir öffnen dir eine Tür, denn wir spüren, dass das ganz aus deinem Inneren kommt, aus einem authentischen Ort in deiner Seele.“ Hast du nicht auch das Gefühl? Würdest du rückblickend auch sagen, dass dir viele Türen geöffnet wurden von … 

JANE GOODALL: Ja, das denke ich wirklich auch. Wenn ich auf mein langes Leben zurückblicke … Ich bin beinahe 90. Das ist komisch, ist aber so. Wenn ich zurückblicke, sehe ich Momente, an denen ich Entscheidungen treffen musste. Die erste war die, nach Afrika zu gehen, und das war zur richtigen Zeit. Und ich denke, dass die nächste Entscheidung war, zu heiraten und ein Kind zu bekommen. Ich heiratete natürlich den Fotografen. Die schwere Entscheidung traf ich in dem Moment, als ich erkannte, dass ich das, was ich liebte, verlassen musste, um damit anzufangen, überall mit Menschen darüber zu sprechen, in welchem Zustand sich die Umwelt befand und darüber, wer die Tiere wirklich waren. Und, um jungen Menschen zu helfen, die ihre Hoffnung zu verlieren begannen. Doch auch das war nicht wirklich eine Wahl. Ich fuhr zu einer viertägigen Konferenz, die ich mitorganisierte. Hier kamen erstmals alle möglichen Schimpansenforscher von sechs verschiedenen Forschungsorten zusammen. In einer Sitzung ging es um den Erhalt, um den es in ganz Afrika katastrophal bestellt war, und in einer anderen um die Bedingungen in Gefangenschaft von Schimpansen, in zwei Quadratmeter großen medizinischen Forschungslaboren. Und nur, weil sie uns so ähnlich sind. Es gab eben Forscher, die sich nur physische Gemeinsamkeiten ansahen und sich weigerten, psychologische und wahrnehmungsbezogene Gemeinsamkeiten anzusehen. Ich ging zu der Konferenz mit der Vorstellung, für den Rest meines Lebens zu forschen und darüber zu schreiben. Ich verließ sie aber als Aktivistin. Das war keine Entscheidung. Ich habe das immer mit der Geschichte vom Heiligen Paulus auf dem Weg nach Damaskus verglichen. Er ging als der Verfolger der Urchristen und wurde schließlich zu deren Apostel. So komisch war das. Ich dachte nicht darüber nach. Ich musste einfach etwas tun. Ich wusste nicht, was, aber ich musste es tun. 

 

LAURA: Wenn du solche Momente hast, in denen du große Lebensentscheidungen treffen musst, meditierst du? Oder gibt es etwas, das du machst, um dich mit deiner Intuition, deiner inneren Stimme zu verbinden? Oder ist sie ganz laut und spricht zu dir, und du folgst ihr einfach?

JANE GOODALL: Ja, ich folge ihr einfach. Ich denke nicht darüber nach. Ich mache es einfach.

 LAURA: Wow. Wie kannst du deinen Kopf und vielleicht auch dein Ego von deinem Herzen und der Stimme unterscheiden, die dir sagt, was zu tun ist? Woher weißt du, dass es von da kommt? Ist es ein Gefühl, das damit einhergeht? 

 

JANE GOODALL: Ich weiß es nicht oder habe zumindest noch nicht darüber nachgedacht. Es passiert einfach und ich tue es. Ich denke nicht wirklich darüber nach. Das einzige Problem, bei dem ich wirklich viel nachdenken musste, hatte ich, als ich mich von meinem Mann scheiden ließ. Wir stritten einfach die ganze Zeit. Ich fand, dass das nicht gut für unseren Sohn war. Und er konnte nicht mehr im Gombe-Park sein. Ich konnte nicht mehr mit ihm und er nicht mehr mit mir leben. Es funktionierte einfach nicht mehr. Dennoch war das eine schwere Entscheidung. Ich wünschte, es hätte funktioniert. Davon abgesehen, fügte sich alles andere einfach. Wir verließen den Gombe-Park, riefen das Programm ins Leben, um das Leben der Einheimischen zu verbessern, die zum Überleben Bäume abholzten, um mehr Nahrung anzubauen oder Geld mit Kohle zu verdienen. Wir suchten nach jungen Menschen, die ohne Hoffnung waren, und riefen das Roots-and-Shoots-Projekt ins Leben. All diese Dinge passierten einfach, als diese passieren mussten. 

 

LAURA: Hast du David … Wie nanntest du ihn? David Silberbart? 

 

JANE GOODALL: David Greybeard, der Graubart. 

 

LAURA: Greybeard. Hast du ihn je wieder gesehen? 

 

JANE GOODALL: Ich war im Gombe-Nationalpark bis 1986, also von 1960 bis 1986. Ich war da immer mal wieder, mit Unterbrechungen, David traf ich dort fast jeden Tag beim Bananenfüttern. Ich wusste … 

LAURA: Wurde eure Beziehung enger, je mehr Zeit ihr miteinander verbrachtet? Würdest du sagen, dass sich eure Beziehung veränderte? 

 

JANE GOODALL: Ich würde sagen, dass das Vertrauen wuchs. Ich durfte ihn bürsten, und einen wilden Schimpansen zu bürsten, ist etwas wirklich Unglaubliches. Heutzutage würde man das nicht mehr machen, um keine Krankheiten auf sie zu übertragen, doch damals war … Nur wenige Leute im Feld hatten Futterstationen. Damit meine ich Anthropologen, die rausfuhren und für die Einheimischen Beete anlegten. Die Schimpansen kamen ins Camp. Sie waren wie Familie für mich. Sie alle haben so unterschiedliche Persönlichkeiten. Und ich muss immer noch … Der neueste Film „Jane“ von National Geographics mit altem Material machte mich ganz wehmütig. All die Jahre am Anfang, an die ich mich noch so gut erinnern kann. 

LAURA: Das kann ich mir vorstellen. Planst du, dieses Jahr zurückzugehen? Gehst du noch in den Dschungel oder war es das für dich jetzt? Oder sagst du dir … 

JANE GOODALL: Ich besuche den Gombe-Park zweimal im Jahr. Die Forschungen laufen weiter. Ich spreche mit den Forscherinnen und Forschern, ermutige sie. Ich folge den Schimpansen aber nicht mehr in die Berge. Das wäre nicht vernünftig. Ich könnte ausrutschen, mir die Hüfte brechen. Ich würde allen schwer zur Last fallen. Ich gehe aber schon allein in den Wald. Und das ist meines Erachtens … Ich komme zweimal im Jahr, aber nur für vier Tage. Ich fahre auch in die Dörfer, um mir anzusehen, wie die Projekte laufen. Ich spreche mit den jungen Mädchen, die ein Stipendium für ihre Sekundarschulbildung bekommen. Ich besuche jedes der insgesamt 27 Jane-Goodall-Institute, die es mittlerweile auf der Welt gibt. Wir haben das Roots-and-Shoots- Jugend-Projekt für alle Altersgruppen, und zwar mittlerweile in 67 Ländern mit Aktionsgruppen, die entweder etwas für Menschen, Tiere oder die Umwelt tun. 

LAURA: Wahnsinn. 

JANE GOODALL: In Deutschland haben wir viel Zuwachs. 

 

LAURA: Toll. Alle, die zuhören, finden die Links zu deinen Organisationen, die ich in die Shownotes packe, wo ihr sie euch anschauen, mitmachen, spenden und die Arbeit unterstützen könnt. Ihr findet dort alles, um zu helfen und mitzumachen. 

JANE GOODALL: Du kannst ihnen sagen, dass ich sehr dankbar dafür bin. Es ist schon sehr schwierig, Gelder zu beschaffen für all unsere unglaublichen … Wir haben etwa Zentren für Schimpansenwaisen, deren Mütter erschossen wurden. Wir haben zwei davon. Eines davon ist das größte in Afrika, mit fast 200 Schimpansen. 

LAURA: Das führt mich zu einer wichtigen Frage, denn für dich sind die Schimpansen schließlich wie Familie. Du bist den Tieren allgemein und der Menschheit stark verbunden, also in Bezug darauf, wie wir Tiere, nicht nur Schimpansen, sondern Tiere im Allgemeinen behandeln. Und du bist auch Veganerin. Wenn wir uns einfach nur die Fleischproduktion und alles, was damit zusammenhängt, ansehen, und wie … Du schreibst davon auch in deinem wundervollen „Buch der Hoffnung“. Wie kannst du da nicht wahnsinnig werden? 

 

JANE GOODALL: Nun, das kommt bei mir vor. Das Wichtige ist aber, dass man etwas in den Köpfen ändert. Das schafft man aber nicht, indem man schreit, mit Fingern auf andere zeigt und jammert, sondern nur, indem man Geschichten erzählt. Alle, die zuhören, können einmal nach Pigcasso googeln. Nicht wie der Künstler Picasso, sondern Pigcasso. Ich möchte wetten, dass, wenn sie sich Pigcasso ansehen, kein Schweinefleisch, keinen Speck mehr essen werden. Wenn man die Leute dazu bringen kann, auch hier zu fühlen … Es geht wieder um den Kopf und das Herz. Man braucht nicht versuchen, etwas nur mit dem Kopf anzugehen. Es wird immer Leute geben, die Argumente haben, die dich entkräften. Wenn man die Herzen erreicht … Denn Veränderung muss von innen kommen. 

LAURA: Das denke ich. Ich denke aber, dass es dennoch Momente gibt, in denen du vielleicht etwas siehst … Vor allem zum Beispiel in dem Waisenzentrum, das ihr für Schimpansenbabys habt. Du sagst, das seien so viele, was bedeutet, dass so viele Muttertiere erschossen wurden. Ich persönlich habe mit so etwas wirklich zu kämpfen. Manchmal liege ich im Bett und spüre, wie es mir das Herz zerbricht. Was tust du für dich, um nicht die Hoffnung zu verlieren, damit das Ganze nicht dein Herz zerbricht, du weitermachen kannst und weiterhin an die Menschheit und daran glauben kannst, dass wir es noch irgendwie drehen können? 

JANE GOODALL: Zuerst einmal muss ich sagen, dass es mich mitnimmt. Ich weine, werde wütend und zornig. Doch all das kanalisiere ich zu etwas, womit ich etwas bewirken kann. Das können auch kleine Dinge sein. Veganismus etwa ist immer verbreiteter. Ich war erst Vegetarierin, doch irgendwann sah ich, was mit den Milchkühen und den Legehennen gemacht wird. Das kann ich einfach nicht. Als ich das erste Mal kein Fleisch mehr aß … Das war gegen Ende der Sechziger, denke ich. Ich las Peter Singers Buch „Die Befreiung der Tiere“. Ich hatte damals noch nichts über Massentierhaltung gehört. Ich denke, ich saß im Flugzeug, und sah auf das Hähnchen auf meinem Teller und dachte mir: Das hier ist das Symbol für Angst, Leid und Tod. 

 

LAURA: Ja. 

 

JANE GOODALL: Nicht für mich. Auch das war etwas, das einfach passierte. Es war keine Entscheidung. Es war wie bei den anderen Dingen. Es passierte einfach. 

LAURA: Du sagst, du kanalisierst Traurigkeit und Wut. Ist das eine Art Entscheidung? Du spürst es und dann kanalisierst du es in etwas, das du tun kannst. Geschieht das total bewusst, triffst du eine bewusste Entscheidung? 

 

JANE GOODALL: Nun, ich war immer … Ich wurde mit einer gewissen Art hinsichtlich dessen geboren, wie ich Dinge angehe, und das ist der Versuch, Menschen von innen zu ändern. Das ist nichts Bewusstes, wovon ich denke, dass ich es machen muss. Ich denke nicht, „Ich muss das machen.“ Es ist wie nach der Konferenz, als ich nicht wusste, was ich machen sollte. Was ich als Erstes tat, was wirklich schrecklich ist, war, dass ich, auch wenn ich nicht weiß, wieso ich das durfte, zu einem der Schimpansenlabore fuhr. Und ich werde dieses schöne Männchen nie mehr vergessen, es sah etwa so aus wie David Greybeard. Ich trug eine Maske und einen Kittel. Er saß in diesem zwei Quadratmeter großen Käfig. Ich legte mich auf meine Ellbogen und begann zu weinen, weil ich an die Schimpansen im Gombe-Park in Nestern aus Blättern denken musste. Und er saß auf Betonboden. Ich saß recht nah am Käfig. Er konnte seine Hand nicht hindurchstrecken, doch er streckte einen Finger aus und wischte mir die Tränen weg.  Da schwor ich mir, dass ich ihn irgendwie da rausholen würde. Anders als all die Tieraktivisten, die nur heftige Schmähbriefe schreiben, bekam ich eine Gruppe von Leuten aus dem Labor zusammen. Ich kam eigentlich gerade von meinem ersten Rundgang zurück. Ich setzte mich an einen Tisch, und war umgeben von lauter Männern. Ich erfuhr, dass das Leute von ganz oben des Nationalen Gesundheitsinstituts waren. Sie führten das Labor. Sie sahen mich alle an. Ich musste etwas sagen. Ich stand aber einfach unter Schock. Es kam dann einfach aus mir heraus. Ich sagte: „Ich bin mir sicher, dass sie alle warmherzig und erbarmungsvoll wie ich sind. Sie müssen dann doch dasselbe dazu denken, was hier vor sich geht.“ Dann schickte ich ihnen Filme und Bücher über wilde Schimpansen. Das Ganze dauerte eine lange Zeit. Als Erstes wurden die Bedingungen dort verbessert. Die Tiere bekamen Einstreu und Dinge, um sich zu beschäftigen. Ich beauftragte einen Mann und eine Frau, die jeweils in ein Labor gingen. Sie sorgten dafür, dass das Leben der Tiere besser wurde und sie etwas zu tun hatten, weil sie sich da langweilten. Die Tiere bekamen auch etwas größere Käfige. Sie aber da rauszubekommen, war ein Kampf. Vor etwa sechs Jahren war es soweit.  Es hat also lange gedauert. Mit der Zeit erreichten wir aber Verbesserungen. Wow. 

LAURA: Wohin kamen sie dann? 

JANE GOODALL: Sie wurden in verschiedene Zentren gebracht, wo sie große weite Räume, Einstreu und Betten und viele umsorgende Menschen bekamen. Das war wundervoll. Das war… Und in Afrika … Und was konnte ich in Afrika tun? Ein wenig Geld … Ich kam zu 6 Studienorten, erfuhr viel über die Probleme der Schimpansen. Da erkannte ich langsam, wie die Wälder zerstört wurden. Zum Teil von Holzfällern aus anderen Ländern, aber auch von Leuten aus der Gegend um den Gombe-Park. Sie waren einfach so arm oder hatten kein Land mehr. Ihr Anbauland in den Dörfern waren überbeansprucht und unfruchtbar geworden. Wir riefen also das Projekt TACARE ins Leben. Es ist einfach … Wir haben im gesamten Schimpansengebiet in Tansania Leute in 104 Dörfern, die wissen, dass es beim Schutz der Wälder nicht nur um die wilde Tierwelt geht, sondern auch um ihre Zukunft. Sie sind jetzt unsere Partner im Schutz der Wälder. Das Projekt läuft auch in weiteren sechs afrikanischen Ländern. Wir haben Leute, die im Buschfleischhandel arbeiten. Sie unterstützen uns, striktere Gesetze zu erlassen, und arbeiten mit den Regierungen. Es bringt aber nichts, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Viele der Wilderer hören, sobald sie einen Job haben, mit dem Wildern auf. Viele ehemalige Wilderer in Afrika sind nun Ranger, die die Tiere schützen. Ja, weil sie jetzt Geld verdienen. 

 

LAURA: Ja. Das ist wahrscheinlich die Lösung. 

JANE GOODALL: Ja.

LAURA: Man gibt ihnen andere Möglichkeiten, um Geld und sich seinen Lebensunterhalten zu verdienen, anstatt Tiere zu töten. Wenn man auch sieht … Ja … 

 

JANE GOODALL: Das macht einen Unterschied. 

 

LAURA: Bei mir ist es so … Ich bin da wie du. Seit meiner Kindheit war ich … Ich hatte als Kind so viele Tiere und wuchs mit Schafen, Hühnern, einem Pferd und Hunden auf. Ich unterhielt mich immer mehr mit den Tieren als mit Menschen. Ich war immer der Überzeugung, zu Tieren sprechen zu können. Für mich waren Menschen, die es nicht konnten, irgendwie komisch. Und jetzt ist es so, dass ich noch immer viel für Tiere tue. Ich spende viel Geld an Projekte und so weiter. Dennoch bin ich manchmal sehr frustriert oder ich denke, dass, wenn sich nicht das ganze Leben darum dreht, Aktivist oder Aktivistin zu sein oder sich für den Tierschutz einzusetzen … Wenn man auch einen normalen Alltagsjob macht … Was würdest du Leuten in einer solchen Situation raten? Wie können wir die Welt verändern und wie können wir nachhaltig Unterstützung leisten und helfen? Was können wir als normale Menschen tun, um deine Arbeit insgesamt und die Arbeit von Aktivisten und Leuten zu unterstützen, die alles geben, um die Welt zu verändern?

 

JANE GOODALL: Nun, unterschiedliche Menschen können auf unterschiedliche Art und Weise helfen. Manche helfen durch Geldspenden … Durch den Schutz des Planeten als Ganzes … Oder auch dadurch, sich vegetarisch oder vegan zu ernähren oder weniger Fleisch zu essen. Auch das kann etwas bewirken. Und die vegetarischen Alternativen sind heute wirklich gut. Man merkt gar keinen Unterschied. Das ist beeindruckend. Früher waren sie scheußlich, doch heute sind sie wirklich gut. Man kann sich etwa auch freiwillig um Katzen oder Hunde in einem Tierheim kümmern und sich ansehen, was vor sich geht. Man sollte seinem Herzen folgen und das tun, was man am besten kann. Man muss es sich nur vor Augen halten. Jeden Tag sagen wir unseren Roots-and-Shoots-Kids: Jeder Tag, den ihr auf diesem Planeten lebt, hat in gewisser Hinsicht eine Auswirkung. Denkt also über eure Entscheidungen nach, auch die kleinen. Also darüber, was ihr kauft, woher es kommt, ob es der Umwelt geschadet hat, ob es Tierquälerei war? Ist es vielleicht so billig, weil den Leuten an anderen Orten unfaire Löhne gezahlt werden? Wenn dem so ist, versucht, das nicht zu kaufen. Leute in Armut können sich das aber nicht immer leisten. Sie können nur das billigste kaufen. Das ist ein weiterer Grund für die Abschaffung der Armut. Jede und jeder kann etwas anderes tun. Wenn wir darüber nachdenken, was wir machen, welchen ökologischen Fußabdruck wir hinterlassen … Wenn nur ich etwas tun würde, wäre das nicht genug, um etwas zu bewirken. Wenn man auch nur hunderte, tausende oder gar Millionen und hoffentlich Milliarden von Menschen dazu brächte, über ihr Leben nachzudenken … Bis wir es zu Milliarden schaffen, haben wir noch einen langen Weg zu gehen. Denn Leute, die in Armut leben, können, wie gesagt, solche Entscheidungen nicht treffen. Sie haben keine Wahl. Menschen, Länder werden durch Krieg zerrissen. Es gibt so vieles, das in dieser armen alten Welt in Ordnung gebracht werden muss. Wir alle müssen tun, was wir können, und nicht versuchen, das Problem allein zu lösen. Man kann das ganze Problem nicht allein lösen. 

 

LAURA: Ist das auch eine Art, nicht die Hoffnung zu verlieren? Man konzentriert sich auf etwas, was man tut, und ist zufrieden damit? Mir geht es manchmal nämlich so. Manchmal geht es mir so, dass ich all diese Dinge ändern will. Und dann weiß ich nicht, was ich machen soll. Das ist manchmal frustrierend. Natürlich verliere ich dadurch auch Energie. Würdest du sagen, dass man sich auf eine Sache konzentrieren und sich für diese verpflichten sollte? 

JANE GOODALL: Was ich tat … Denn ich wollte jedem Tier helfen. Auch jeder Person. Das geht nicht. Ich bin nur eine Person. Doch dann rief ich das Jane-Goodall-Institut in 27 Ländern und das Roots-and-Shoots-Projekt in 67 Ländern ins Leben. Die Roots-and-Shoots-Leute können etwas für die Rettung der Wale tun. Sie können auch … Manche kämpfen auch gegen illegalen Tierhandel. Man kann auch wie du einen Podcast machen. Du hast deine Hörerschaft, die du inspirieren kannst. Die Leute sollten nicht anfangen, über die ganze Welt nachzudenken und sich darin zu verlieren, weil es so viel zu ändern gibt. Tut das, was ihr könnt. Und wenn dann Millionen Menschen tun, was sie können, kann man dann endlich sehen, dass das etwas bewirkt. 

 

LAURA: Siehst du dich als eine spirituelle Person? 

JANE GOODALL: Ja, das tue ich. 

LAURA: Woran glaubst du? 

JANE GOODALL: Ich wurde im kongregationalistischen Glauben erzogen, und ging auch recht häufig in die Kirche. Irgendwie verlor ich das aber aus den Augen. Als ich in den Urwald ging, spürte ich plötzlich diese sehr starke spirituelle Verbindung zur Natur. Um mich herum spürte ich diese große spirituelle Kraft, die mir, wie ich finde, durch mein ganzes Leben half. Es ist komisch, denn kürzlich sprach ich in Amerika vor einem großen Publikum, vor vielleicht 10.000 Menschen. Eine Frau fragte mich während der Fragerunde: „Was ist Ihr nächstes großes Abenteuer, Dr. Jane?“ Darüber hatte ich nie nachgedacht, also dachte ich nach und sagte: „Sterben.“ Da war diese Totenstille im Saal, man vernahm aber auch nervöses Lachen. Und ich sagte: „Nun, hören Sie, wenn man stirbt, und das war es, das wäre das Ende. Es könnte aber auch etwas geben. Und wenn es etwas gibt, woran ich auch glaube, kann ich mir kein größeres Abenteuer vorstellen, als herauszufinden, was das ist.“ Danach kam die Frau zu mir und sagte: „Ich hatte immer Angst vor dem Tod, freue mich aber jetzt fast schon darauf.“ 

 

LAURA: Ja, ich denke auch, dass der Tod … Sterben ist für mich auf keinen Fall … Ich denke nicht, dass es das Ende ist. Ich denke, dass wir wahrscheinlich dahin zurückkehren, woher wir kamen, und ich denke, dass das ein guter Ort ist. Ja. Das führt … 

JANE GOODALL: Ich wollte noch sagen, dass ich die Angst habe, dass es eine Wiedergeburt gibt. Ich möchte wirklich nicht zurück. Vielleicht muss ich das.

LAURA: Vielleicht hast du eine Wahl. Wer weiß. Wie würdest du dann Spiritualität definieren? Denn in Deutschland, und vielleicht auch in Großbritannien, haben manche Menschen ein komisches … Gefühl bei der Spiritualität. Sie denken, dass sie sehr dogmatisch oder aber nur esoterisch ist, dass sie nicht echt ist und … Manchmal finde ich das traurig, weil dadurch so viel unserer Lebenskraft und auch unserer Verbindung zueinander, zur Natur und mit allem verlorengeht. Wie würdest du Spiritualität definieren?

JANE GOODALL: Ich möchte es vielleicht nicht definieren, doch immer mehr Leute sagen, dass die Tatsache, dass die Leute an keine Religion mehr glauben … Ich bin Mitglied des … Wie sage ich das jetzt … Ich bin Anhängerin jedes Glaubens, des Interreligiösen und Buddhismus. Und jeder große Glauben folgt ein und derselben goldenen Regel: Tue keinem anderen, was du nicht willst, das dir getan werde. Das steckt in allen. Jetzt hassen wir Muslime. Wir hassen Muslime wegen des Dschihad und all dem. In Großbritannien hassten wir Deutsche wegen Hitler. Wir müssen uns aber entfernen von den fanatischen Muslimen, und nur an die normalen Muslime denken, die wie wir sind. Und die Buddhisten … Ich denke, ich glaube an etwas, das größer als wir da draußen ist, das alles Leben auf dem Planeten miteinander verwebt. Das ist irgendwie etwas Mystisches. Ich definierte mich früher als Mystikerin. Das bin ich, aber ich glaube, dass die Kirche, nachdem sie aufstieg, in Ungnade fiel, und Kirchen geschlossen wurden, und dadurch Kulte entstanden. Die Leute brauchen etwas, was nicht stofflich ist. Es gab diese eigenartigen fürchterlichen Kulte, doch die Leute suchten nach etwas … Der Glaube an eine große spirituelle Macht ist, glaube ich, wichtig. Das ist mein Glaube, den ich nie jemandem aufzwingen würde, da jeder und jede das für sich selbst finden muss. 

 

LAURA: Würdest du sagen, dass In-der-Natur-sein und In-die-Natur-gehen eine Art ist, um sich mit dieser spirituellen Kraft zu verbinden? 

JANE GOODALL: Ja, ich denke schon. Mittlerweile gilt es als bewiesen, dass es gut für unsere physische, spirituelle und geistige Gesundheit ist, draußen in der Natur zu sein. Manche Leute können nicht in die echte Natur, doch es reicht schon aus, sich auf den Rücken zu legen und durch die Äste eines Baumes zu schauen. Da oben ist eine ganz andere kleine Welt mit Insekten und Blättern … Wenn man Glück hat, sieht man Vögel, die umherfliegen. Da ist Leben, die Photosynthese, die uns Sauerstoff spendet und Kohlenstoff aus der Luft holt. 

 

LAURA: Ja. Es gibt eine Frage, die ich allen Gästinnen und Gästen stelle. Stell dir vor, es ist der letzte Tag deines Lebens, auch wenn ich hoffe, dass das noch lange dauert. Stell dir vor, wie ich zu dir komme und sage: Jane, es tut mir leid, aber alles ist weg. Deine Bücher, deine Filme, alles, was du gemacht hast, jedes Interview, es wurde alles gelöscht. Ich habe hier aber ein leeres Blatt Papier und einen Stift. Wenn nichts von dem, was du je getan hast, noch da ist und du nur drei Gedanken oder Weisheiten aufschreiben könntest, an die sich die Menschheit erinnern und danach leben soll, was würdest du aufschreiben? 

JANE GOODALL: Als Erstes würde ich „Folge deinem Herzen“ aufschreiben, weil ich finde, dass das wichtig ist. Und als Zweites … „Folge deinem Herzen und vergiss nicht, dass du Teil der Natur bist und stets darauf angewiesen bist. Kümmere dich also um sie.“ Und als Drittes: „Tue keinem anderen, was du nicht willst, das dir getan werde.“ 

 

LAURA: Danke. Dr. Jane Goodall, ich danke dir dafür, wer du bist, für alles, was du tust. Ich fühle mich so geehrt, mit dir gesprochen haben zu dürfen. Vielen lieben Dank.

JANE GOODALL: In welcher Stadt in Deutschland bist du? 

LAURA: In Berlin. 

JANE GOODALL: Berlin. Ich fahre im Frühling nämlich nach München. 

LAURA: Ah ja? Wann? Ich werde da sein. 

JANE GOODALL: Du bist mit JGI Deutschland in Kontakt? 

 

LAURA: Ja.

JANE GOODALL: Sie informieren dich. 

LAURA: Super. Ich freue mich, dich dort zu treffen. Ich danke dir wirklich für alles, was du machst. Und ich wünsche dir von Herzen nur das Beste, und dass das, was du dir wünschst, in Erfüllung geht. 

 

JANE GOODALL: Danke. Übrigens gibt es in Berlin eine Jane-Goodall-Schule. Wusstest du das? 

LAURA: Nein. 

JANE GOODALL: Dann sieh sie dir einmal an. Das ist eine Schule für sehr arme Kinder. Dort gibt es auch Roots-and-Shoots, und es ist ganz wunderbar. Ich würde gern wieder nach Berlin kommen und sie besuchen. Du kannst aber hingehen

LAURA:. Das werde ich. Vielen Dank. Das werde ich auf alle Fälle. 

JANE GOODALL: JGI wird dir sagen, wo sie ist. 

 

LAURA: Ja, ich werde sie finden. 

JANE GOODALL: Eine tolle Schule. Sag dort liebe Grüße. 

LAURA: Das werde ich. Vielen Dank. Das werde ich machen. Ich werde auch meine Community aktivieren, damit sie dich bei deiner Arbeit unterstützt und du viel Liebe und Unterstützung empfängst. 

JANE GOODALL: Super. Vielen lieben Dank.

Übersetzung und Untertitel: Subtitling Academy 

Auf welche Weise möchtest du die Welt verändern?

Ich hoffe sehr, dass die Folge mit Dr. Jane Goodall etwas in dir bewegt und dich auf einer neuen Ebene wachrüttelt. Was sagt dir deine innere Stimme, wofür du losgehen sollst?

 

„Veränderung muss von innen kommen. Das schafft man nicht, indem man schreit, mit Fingern auf andere zeigt und jammert.“

Schreib mir gerne hier unter dem Beitrag oder in die Kommentare bei Instagram @lauramalinaseiler, wie dir diese Podcastfolge gefallen hat und was du für dich mitnehmen konntest. 

Hier findest du alle Infos zu Dr. Jane Goodall:

Weitere Links zur Folge:

 

Rock on & Namasté

Deine Laura

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29 Kommentare
  • Joanne Gepostet unter 20:24h, 27 Februar Antworten

    So so schön! Love her!!! 🤎

    • Alexandra - TeamLiebe Gepostet unter 18:06h, 03 März Antworten

      Danke für deine lieben Worte, liebe Joanne ♡
      Alles Liebe
      Alexandra und das TeamLiebe ♡

  • Maria Elisabete Gepostet unter 10:15h, 14 Februar Antworten

    Eins der schönsten Podcast die ich je gehört habe. Herzlichen Dank Laura und liebe Grüße aus Portugal 🇵🇹

  • Katharina Gepostet unter 21:09h, 12 Februar Antworten

    Liebe Laura, vielen Dank für dieses wunderschöne und inspirierende Interview mit Jane Goodall! Deine Arbeit ist wirklich großartig! Danke von Herzen ♥️,

  • Ines Sawatzki Gepostet unter 14:20h, 12 Februar Antworten

    Liebe Laura, liebe Jane, danke für diesen wunderbaren Podcast und die Erinnerung, dass wir alle immer etwas tun können um die Natur zu unterstützen und friedvoll mit ihr zu leben. Es war sehr berührend und ich hatte auch Tränen in den Augen. Dankeschön für diese wunderbaren Impulse loszugehen und die Arbeit von Jane und ihren Teams zu unterstützen…ich bin sehr dankbar, dass ihr für das losgeht und uns alle eure liebe und Licht schenkt…seid fest umarmt…Ines 🌿💛🙏

    • Svenja TeamLiebe Gepostet unter 15:07h, 16 Februar Antworten

      Liebe Ines,
      vielen Dank von Herzen für deine lieben Worte und dein Feedback zu diesem Interview mit Jane Goodall.
      Wir senden dir ganz viel Liebe,
      Svenja und das TeamLiebe ♡

  • Ines Sawatzki Gepostet unter 14:15h, 12 Februar Antworten

    Liebe Laura, liebe Jane,

  • Ines Sawatzki Gepostet unter 14:06h, 12 Februar Antworten

    Liebe Laura, liebe Jane,

  • Sissy Göhl Gepostet unter 22:17h, 11 Februar Antworten

    Woow!!! 💛💛💛💛💛💛💛 Danke

  • Erica Gepostet unter 08:14h, 11 Februar Antworten

    Vielen herzlichen Dank für das inspirierende Interview, liebe Laura. Dein Podcast ist wieder mal unglaublich, ein wunderbarers Gespräch🙏❤️ Auch ich bin wie die anderen sehr berührt.

  • Frauke Gepostet unter 22:29h, 10 Februar Antworten

    Tief bewegt durch das wundervolle Interview: Danke liebe Laura! Was ich mitnehme? Höre auf dein Herz! Und tue du einfach, was du tun kannst…. Liebe Grüße

    • Svenja TeamLiebe Gepostet unter 15:06h, 16 Februar Antworten

      Liebe Frauke,
      vielen Dank für das Teilen deiner tollen Erkenntnisse aus diesem Podcastinterview 🙂
      Wir senden dir ganz viel Liebe,
      Dein TeamLiebe

  • Nessi Gepostet unter 10:13h, 10 Februar Antworten

    Was für eine bewundernswerte Frau! 🙏🏻 danke für dieses wunderschöne, berührende Interview!

  • Pascale Jürgensen-Bersier Gepostet unter 19:11h, 09 Februar Antworten

    Was für ein Interview, was für ein wundervoller,inspirierender Mensch!Ich werde mir noch ganz viel von Jane ansehen und ihre Bücher lesen.
    Das Gespräch zwischen euch beiden hat mich tief berührt ❤️
    Und ich denke jeder von uns wird sich nach diesem Talk ganz viel überlegen und vielleicht auch noch einiges bewegen….
    Danke 🙏
    Herzlichst Pascale

  • Steffi Winter Gepostet unter 17:26h, 09 Februar Antworten

    💕💕💕 sooo cool! Danke Laura 😘😘

  • Erni Gillmann Gepostet unter 13:33h, 09 Februar Antworten

    Ich bin sehr berührt von diesem wundervollen Interview. Es hat so vieles wieder wachgerufen, was irgendwo verloren schien. Jeder kann einen Teil zum guten in dieser Welt beitragen. Danke, Danke, Danke!

  • Eva Maria Gepostet unter 00:28h, 09 Februar Antworten

    Vielen herzlichen Dank für das wunderbare Interview! Ich bin ein großer Fan von Jane, habe sie auch schon life erlebt, sie berührt immer wieder mein Herz. Das Interview war so von Liebe getragen und es war eine große Freude zu sehen, wie sehr Jane auch dir zugetan ist. Eine wirklich seltene Kostbarkeit, DANKE

    • Svenja TeamLiebe Gepostet unter 15:04h, 16 Februar Antworten

      Liebe Eva Maria,
      vielen Dank für deine so herzlichen Worte und dein liebes Feedback zu dieser Podcastfolge mit Jane Goodall und Laura 🙂
      Alles Liebe zu dir,
      Svenja und das TeamLiebe ♡

  • Jeanette Gepostet unter 23:47h, 08 Februar Antworten

    Liebe Laura, vielen lieben Dank für dieses wahnsinnig berührende Interview mit Dr. Jane Goodall❤️
    Dr. Jane Goodall ist eine so liebevolle, weise, bewundernswerte Frau mit einer unbeschreiblichen Ausstrahlung💫🌟, mir fehlen die Worte. 🥰
    Vielen, vielen Dank🙏🙏🙏❤️❤️❤️

  • Lydia Nater Gepostet unter 22:12h, 08 Februar Antworten

    Liebe Laura. Ganz herzlichen Dank 🙏🏻für dieses zu tiefst berührendes Interview mit einer so weisen und klaren Frau! Ich bin hin und weg und teile diese Folge grad mit meinen Freunden. 🙏🏻❤️

    • Svenja TeamLiebe Gepostet unter 15:04h, 16 Februar Antworten

      Liebe Lydia,
      wow, so schön, dass dich diese Podcastfolge so sehr berühren durfte und vielen Dank auch für das Teilen ♡
      Ganz viel Liebe zu dir,
      Svenja und das TeamLiebe ♡

  • Heike Ix-Langer Gepostet unter 20:39h, 08 Februar Antworten

    Liebe Laura,
    Ich bin soo gerührt und musste genauso weinen wie du. Ganz bewusst habe ich dieses Interview in Englisch auf mich wirken lassen… Dr. Jane Goodall hat mich zutiefst berührt. So ein liebevolles, interessantes und inspirierendes Gespräch … Danke, danke, danke🙏❤️

    • Svenja TeamLiebe Gepostet unter 15:03h, 16 Februar Antworten

      Liebe Heike,
      wir freuen uns sehr, dass dich das Interview mit Jane Goodall so sehr berühren durfte 🙂
      Alles Liebe zu dir,
      Svenja und das TeamLiebe ♡

  • Simone Schwenk Gepostet unter 19:38h, 08 Februar Antworten

    Hallo Laura,
    ich habe das Interview eben meiner Tochter vorgelesen. Mit einigen berührten Pausen.
    Und haben daraufhin zusammen ein paar Videos von ihr im Dschungel gegoogelt.
    Denn heute hat die Klasse meiner Tochter (4. Schuljahr) sich ein 3 min. Video über Jane Goodall angeschaut. .
    Schade das es im Frontalunterricht nur um Eckdaten auswendiglernen geht.
    Jane Goodall steht für so viel mehr❣️
    So ein tolles Interview.
    Meine Tochter hat jetzt ein anderes Bild von ihr, ein gefühltes nahbares Bild.
    Und ich habe mir wieder eine große Person meiner Kindheit in Erinnerung rufen können.
    Danke fürs anzünden der fast verloderten Flamme 🫶🙏

    • Svenja TeamLiebe Gepostet unter 15:02h, 16 Februar Antworten

      Liebe Simone,
      das freut uns sehr, dass dich das Podcastinterview mit Jane Goddall noch mal so sehr inspirieren durfte und du diese Inspiration auch mit deiner Tochter teilen konntest 🙂
      Wir senden dir ganz viel Liebe,
      Svenja und das TeamLiebe ♡

  • Katja Cybul Gepostet unter 12:21h, 08 Februar Antworten

    Wunderschön
    Ich bin auch der Meinung jeder aber auch wirklich jeder von uns kann seinen Teil für eine bessere Welt beitragen.
    Danke Laura für das was du mir alles weitergibst ♥️

    • Svenja TeamLiebe Gepostet unter 15:01h, 16 Februar Antworten

      Liebe Katja,
      vielen lieben Dank für deine lieben Worte an Laura 🙂
      Wir senden dir ganz viel Liebe zurück ♡
      Dein TeamLiebe

  • Astrid Oslislok Gepostet unter 09:21h, 08 Februar Antworten

    Ich bin so tief berührt, danke für diesen Podcast. 🙏🏻

  • [email protected] Gepostet unter 07:52h, 08 Februar Antworten

    Ganz wunderbarer Talk. Vielen lieben Dank 🙏

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