Coaching Laura Seiler Life Coach

10 Dez Drei Dinge, die ich im nächsten Jahr auf jeden Fall anders machen werde

2015 war irgendwie ein verrücktes Jahr, oder? Bei mir war es ein regelmäßiges rauskatapultiert werden aus meiner Komfortzone, inklusive schönen aber auch schmerzhaften Veränderungen, loslassen und sich selbst neu finden, lachen und vielen Tränen, Erfolgen und Niederlagen, neuen Freundschaften, dem Erfüllen von Träumen und dem Gehen lassen von anderen Träumen, für die der Zeitpunkt noch nicht gekommen war.

All die Hochs und Tiefs, die Herausforderungen und die Komfortzonen-Kickouts haben eins gemein – ich habe eine Menge über mich und darüber, wie ich mein Leben leben möchte, gelernt und weiß jetzt vor allen Dingen auch, was ich im nächsten Jahr anders machen werde:

 

#1 Ohne meine Werte klar zu haben, bin ich orientierungslos

 

Ich glaube, das letzte Jahr war aus einem bestimmten Grund voller Veränderungen für mich. Ich hatte in den Jahren zuvor keine klare Orientierung. Ich habe Entscheidungen basierend darauf getroffen, was gesellschaftlich als richtig oder falsch angesehen wird. Ich habe mich an den Werten von Menschen orientiert, die gar nichts mit meinen eigenen Werten zu tun hatten. Lange Zeit habe ich zum Beispiel geglaubt, dass es ein wichtiges Lebensziel ist, studiert zu haben, einen gewissen monatlichen Betrag zu verdienen, finanzielle Sicherheit zu haben, im Idealfall eine Festanstellung in einem guten Unternehmen usw.

Die Sache ist nur die, wenn man sein eigenes Leben an den Werten anderer ausrichtet, wird es spätestens dann schwierig, wenn es darum geht, ob man glücklich werden will oder nicht.

Und ich war ehrlich gesagt nicht besonders glücklich, solange ich mich an den Werten anderer orientierte. Deswegen kommt hier meine erste wichtige Erkenntnis aus 2015:

Wenn ich glücklich sein will, muss ich meine eigenen Werte kennen und auch danach handeln. Klick um zu Tweeten

Schritt 1. Bewusst werden

Es gab einen Tag Anfang letzten Jahres, an dem ich mir bewusst wurde, dass ich mich im Laufe meines Lebens anscheinend unterbewusst irgendwelchen gesellschaftlich anerkannten Werten und Konventionen eingeordnete hatte, die einfach mal so gar nichts damit zu tun hatten, wie ich mein Leben gestalten will und an denen ich mich ausrichten möchte.

Schritt 2. Fragen stellen

Manchmal sieht man das Offensichtliche einfach nicht… und obwohl es auf der Hand liegt, von Zeit zu Zeit mal zu schauen, was die Dinge sind, an denen ich mich in meinem Leben orientieren will, hatte ich mir nie wirklich Gedanken zu meinen eigenen Werten gemacht. Also habe ich mir die folgenden Fragen gestellt:

Was ist mir eigentlich wirklich wichtig in meinem Leben?

Woran will ich mich orientieren?

Womit möchte ich meine Zeit verbringen?

Wonach möchte ich meinen inneren Kompass ausrichten?

Was soll meine Lebensaufgabe sein?

Mir diese Fragen zu beantworten war dermaßen befreiend. Denn in dem Moment, in dem ich meine eigenen Werte kannte, hatte ich keine Probleme mehr damit, klare Entscheidungen für mein Leben zu treffen oder zu wissen, was die nächsten Schritte sind. Plötzlich besaß ich eine Art inneren Kompass, der mir ganz genau meinen persönlichen Norden anzeigt.

Da meine neu definierten Werte nicht so wirklich synchron mit den Werten waren, nach denen ich in den letzten Jahren unterbewusst gelebt hatte, folgten in der Konsequenz einige elementare Veränderungen in meinem Leben.

Das bringt mich auch direkt zu Erkenntnis #2:

 

#2 Lean towards joy

 

Es ist für mich ein Phänomen der Menschheit, dass wir uns häufig daran orientieren, was uns rational am vernünftigsten erscheint und nicht daran, was uns am meisten Freude macht. Das heißt nicht, völlig blindlings irgendwo reinzulaufen oder den ganzen Tag nur noch Playstation zu zocken, es bedeutet sich zu fragen, was einem wirklich aus tiefster Seele Freude macht und erfüllt – unabhängig davon, ob es im ersten Schritt umsetzbar ist oder auf Zuspruch stößt und das Leben danach auszurichten. Manchmal muss man da ziemlich tief in sich reinhorchen, weil die Antwort von unzähligen “Du musst aber…” oder “Immer schön auf dem Teppich bleiben…” Deckeln bedeckt ist.

Ich habe vor kurzem in einem Blogartikel darüber geschrieben, wie unsere Kreativität ständig von unserem inneren Perfektionisten torpediert wird. Mit Lebensfreude ist es dasselbe. Anstatt sich an einem gesunden “Das möchte ich gerne machen, weil es mir Freude macht” auszurichten, wird unsere Lebensfreude von dem “rational”-eingeimpftem Müssen gedämpft.

Jedenfalls hab ich die letzten Tage dann mal in mich reingehört und meine 2 Erkenntnis ist, dass ich im nächsten Jahr eine sehr große Portion Lebensfreude in mein Leben einlade, weil sie mich beflügelt und ich mein Leben daran ausrichten möchte, was mich erfüllt.

Adiós Ernsthaftigkeit, Hello Joy!

Das bringt mich zu Erkenntnis #3:

 

#3 Es geht ums Happy Beginning und nicht ums Happy Ending

 

Wir sehnen uns nach einem Happy Ending – aber was bringt das eigentlich, wenn danach doch eh alles vorbei ist?

Es geht ums Happy Beginning und nicht ums Happy Ending! #2016 Klick um zu Tweeten

Macht es nicht viel mehr Sinn, einen richtig guten Anfang zu haben und damit die Basis für ein selbstbestimmtes und glückliches Leben zu legen? Einfach mal nicht mehr so viel mit den eigenen Gedanken in der Zukunft und dem “Wie es sein soll” sein, sondern mehr im Hier und Jetzt. Bedeutet für mich als Erkenntnis #3, meinen Fokus noch viel mehr in den Moment zu bringen, auf mich zu achten und ein Ziel vor Augen zu haben, mich aber nicht davon verunsichern zu lassen, sondern inspiriert und kreativ jeden einzelnen Moment zu erschaffen. Denn am Ende ergeben die vielen einzelnen glücklichen Hier und Jetzt’s eh ganz von selbst das Happy Ending.

Ich hätte wahrscheinlich auch einfach schreiben können”Der Weg ist das Ziel” – aber das war mir ein bisschen zu platt für den Abschluss des Artikels 😉

Schreib mir unten in die Kommentare: Was sind deine Erkenntnisse aus 2015? 

 

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6 Kommentare
  • Martin Garms
    Posted at 12:28h, 23 Dezember Antworten

    Liebe Laura,
    Deine authentische Suche nach dem Wesentlichen berührt mich. Ich kann Dir nur aus ganzem Herzen zustimmen, daß der Weg dort ist, wo die innere Freude & Lebendigkeit ist, und wie wichtig es ist die EIGENEN Werte aus den sozialen Erwartungen der Umwelt herauszuschälen und dann auch nach ihnen zu handeln. Und das ist ein lebenslanger Prozess., und er ist sehr individuell… Es wird also nie langweilig…
    Liebe Weihnachtsgrüße!

    • Laura Seiler
      Posted at 13:36h, 23 Dezember Antworten

      Hallo lieber Martin!

      Vielen Dank für deinen tollen Kommentar! Es war sehr schön ihn zu lesen.

      Ich wünsche dir frohe Weihnachten!!!
      Alles Liebe
      Laura

  • Daniel
    Posted at 20:45h, 13 Dezember Antworten

    Toller Artikel und schön, dass du deine Erfahrungen/Erkenntnisse von 2015 hier teilst. Ich habe ähnliche Erkenntnisse in diesem Jahr gewonnen und deine zu lesen, bestärkt die eigenen. 2016 wird bestimmt ein tolles Jahr. Eigentlich bin ich mir da sogar sicher, wenn ich deinen tollen Artikel hier lese.

    Liebe Grüße
    Daniel

    • Laura Seiler
      Posted at 20:56h, 13 Dezember Antworten

      Hi Daniel!! Vielen Dank 🙂 Es freut mich sehr, dass dir der Artikel gefallen hat. 2016 wird richtig gut 🙂 !!!
      Ganz liebe Grüße
      Laura

  • John the Ropemaker
    Posted at 19:47h, 13 Dezember Antworten

    Auf seine eigene, innere Stimme zu hören -meistens zieht sie es vor, sehr leise und behutsam nur zu flüstern – will in der Tat geübt werden: Lange still dazusitzen, dem eigenen Atem zuzuhören, die eigene Lebendigkeit seiner selbst und die um einen herum einfach so zu feiern, das ist dann gelebte Lebensfreude – und sich das für das Neue Jahr vorzunehmen, gebiert sofort allein schon in der Vorfreude ein solches Glücksgefühl, dass Kräfte in einem freigesetzt werden, die mit dazu beitragen können, das kühne Vorhaben tatsächlich nicht nur zu wünschen und anzugehen, sondern auch energisch durchzuhalten – sogar gegen eine Welt von Spöttern, Besserwissern oder prophylaktischen Skeptikern.
    Ich wünsche Dir viel Glück und Erfolg bei Deinem wunderbaren Vorhaben für das kommende Jahr. Du wirst es sicher schaffen, denn Deine Sätze strahlen ja nur so von Begeisterung und Selbstvergewisserung!

    • Laura Seiler
      Posted at 20:57h, 13 Dezember Antworten

      Hi John 🙂 Vielen Dank für deinen tollen Kommentar! Das mit den prophylaktischen Skeptikern gefällt mir sehr gut 😉
      Alles Liebe
      Laura

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