04 Feb Jeder kann meditieren! – Anleitung zum Meditieren für Anfänger

Eines der ersten Tools, mit dem ich im Bereich persönliche Weiterentwicklung begonnen habe und das mein Leben nachhaltig verändert hat, ist die Meditation!

Am Anfang hatte ich allerdings überhaupt keinen Bezug zum Meditieren. Es sah langweilig aus, war etwas Fremdes, das ganz weit weg war und irgendwie auch absurd. Ich war früher jemand, der sehr viel im Kopf und in Angst war. Ich habe mich immer getrieben gefühlt und es ist mir wahnsinnig schwer gefallen, innerlich ruhig zu sein und mich zu konzentrieren.

Seit ich meditiere, hat sich für mich eine ganz neue Welt eröffnet. Meine Welt! Ich bin mehr in meiner Mitte, ausgeglichener, fokussierter und ich fühle mich so viel besser.

Da ich weiß, wie schwer es am Anfang sein kann, einen Zugang zum Meditieren zu finden, möchte ich hier gerne eine Anleitung und meine Tipps mit dir teilen. Denn Meditation ist so einfach und hat gleichzeitig einen ganz powervollen Effekt.

Was ist Meditation eigentlich?

Im Alltag denken wir ganz viele Gedanken, sind uns aber gar nicht darüber bewusst. Es ist so, als wären wir im Autopiloten unterwegs. Und leider sind diese Gedanken häufig nicht so positiv, wie sie sein müssten, damit wir uns das Leben erschaffen können, das wir gerne leben wollen.

Meditation ist eine Achtsamkeitstechnik, bei der du deinen Blick von außen nach innen richtest. Du wirst dir darüber bewusst, dass du nicht deine Gedanken und Gefühle bist.

Du bist das Bewusstsein, das sie beobachtet. Dadurch erkennst du, dass du deinen Gedanken und Gefühlen nicht ausgeliefert bist. Du kannst jederzeit einen Schritt zurück gehen, aus diesen Gedanken und Gefühlen aussteigen und sogar neue, positive Gedanken und Gefühle wählen. Meditation ist wie dein Schlüssel zu diesem Erwachen!
 

Meditation hilft dir, …

  • den Autopiloten auszuschalten,
  • bewusst wahrzunehmen, was du denkst und fühlst,
  • zu erkennen, dass du nicht deine Gedanken und Gefühle, sondern der Beobachter bist,
  • bewusst zu entscheiden und zu wählen, welche Gedanken du denken und welche Gefühle du fühlen willst.

Meditation ist wie...

... ein Flugzeug, mit dem du durch deine Gedankenwolken fliegst

Du kannst dir das auch so vorstellen, als wären deine Gedanken und Gefühle Wolken. Meditation ist dein Flugzeug, mit dem du durch diese Wolken und über diese Wolken fliegst. In dem Moment, wenn du die Wolken durchbrichst, kannst du den unendlichen Horizont sehen. Das ist dein Bewusstsein! 

Von hier aus kannst du auf die Wolken blicken. Du erkennst den Stress, die Hektik, die Sorgen und Zweifel und gleichzeitig weißt du, dass es dort auch Licht, Ruhe, Frieden, Leichtigkeit und Liebe gibt.

... ein Boot, mit dem du jede Welle nimmst

Du kannst es dir auch so vorstellen, als wären deine Gedanken wie Wellen auf dem Meer. Mal sind sie aufbrausend und riesengroß, mal ruhig und klein. Du selbst bist nie nur eine Welle. Du bist das ganze Meer!  Meditation ist wie dein Boot. Es hilft dir insbesondere, gut durch turbulente Zeiten zu kommen. Mithilfe deines Bootes kannst du immer zu den Orten fahren, zu denen du möchtest.

... ein Kino, in dem du dir deinen Lieblingsfilm aussuchst

Du kannst es dir auch so vorstellen, als würdest du bei der Meditation ins Kino gehen. Auf der Leinwand werden deine Gedanken und Gefühle wie ein Film abgespielt. Dabei erkennst du, dass du nicht die Leinwand, sondern der Zuschauer bist, der im Kinosaal sitzt und sich den Film anschaut.  Du kannst dich im Kino jederzeit fragen: Gefällt mir der Film? Möchte ich diesen Film weiter anschauen? Welchen Film möchte ich überhaupt sehen? Wenn dir der Film nicht gefällt, kannst du aufstehen und dich in einen anderen Film setzen.

Warum regelmäßiges Meditieren so magisch ist

Je häufiger du meditierst, desto mehr wirst du einen positiven Effekt in allen deinen Lebensbereichen feststellen können. Es gibt tausende Studien, die die zahlreichen Vorteile einer regelmäßigen Meditationspraxis wissenschaftlich belegen. Ich möchte dir hier einen kleinen Überblick geben:

  • Dein Nervensystem entspannt sich.
  • Dein Körper wird mit ausreichend Sauerstoff versorgt.
  • Deine Gesundheit verbessert sich.
  • Du bist ausgeglichener und ruhst in dir selbst.
  • Du bist achtsamer im Umgang mit dir.
  • Du lernst, besser mit deinen Gedanken und Gefühlen umzugehen.
  • Du kannst deine Aufmerksamkeit bewusst lenken.
  • Du verbindest dich mit dem gegenwärtigen Moment und bist im Hier und Jetzt (statt in der Vergangenheit oder in der Zukunft).
  • Deine Konzentration und Produktivität steigt.
  • Du reagierst resilienter auf Stress, Druck und Konflikte.

 

Und das Wichtigste: Du verbindest dich mit deiner inneren Welt. Du wirst dir bewusster über deine Gedanken, Gefühle, Entscheidungen und Erfahrungen, mit denen du deine Realität erschaffst. 

Alles ist bereits in dir!

Anleitung: 4 Schritte, die dir helfen, mit dem Meditieren zu beginnen

Bevor ich die 4 Schritte mit dir teile, die dir helfen, einen Zugang zum Meditieren zu bekommen, ist es mir ganz wichtig, dir zu sagen: Du kannst beim Meditieren nichts falsch machen, außer, dass du deine Augen öffnest und gehst oder es gar nicht erst versuchst. 😉

1. Setz dich für einige Minuten hin

Finde für die Meditation einen Platz, wo du ungestört bist und dich bequem hinsetzen kannst. Am Anfang ist es total okay, wenn du nur wenige Minuten meditierst, aber nimm dir auf jeden Fall die Zeit dafür. Setz dich auf deinen Stuhl oder im Schneidersitz hin. Zu Beginn empfehle ich dir nicht, dich hinzulegen, weil du dabei wahrscheinlich einschlafen wirst. Später kannst du natürlich auch im Liegen meditieren und dabei einschlafen. Wenn du aber lernen möchtest, zu meditieren, ist es wichtig, dass du ganz präsent bist. Lege deine Hände auf deine Oberschenkel ab. Deine Handflächen können dabei nach oben oder unten zeigen. Mach es so, wie es sich für dich besser anfühlt. Nimm deine Schultern nach oben zu den Ohren und rolle sie dann ganz genüsslich zurück. Du wirst merken, dass sich dadurch deine Wirbelsäule aufrichtet, dein Brustkorb und dein Herz sich nach vorne öffnen und du viel gerader und präsenter bist. Wenn du soweit bist, schließe deine Augen und atme mehrmals tief durch die Nase ein und tief durch den Mund aus.

2. Beobachte deinen Atem

 

In dem Moment, in dem du dich auf deinen Atem konzentrierst, kommst du ganz in der Gegenwart, bei dir und deinem Leben an.

Lass deinen Atem wieder ganz regelmäßig und frei fließen.

Du kannst anfangs deine Aufmerksamkeit auf deine Nasenspitze richten. Nimm wahr, wie beim Einatmen und beim Ausatmen ein feiner Luftstrom deine Nasenspitze berührt. Beobachte, wie dein Atem in deinen Körper fließt und wieder hinaus.

Wenn du merkst, dass ein Gedanke oder ein Gefühl kommt, werde dir darüber bewusst und bring deine Aufmerksamkeit wieder zu deinem Atem.

3. Halte deinen Fokus

 

Du wirst sicher schnell merken, dass während der Meditation hier und da plötzlich ein Gedanke oder ein Gefühl auftaucht. Dann bist du mit deiner Aufmerksamkeit vielleicht bei den Dingen, die du noch erledigen musst, beim Abendessen, im letzten Urlaub oder ganz woanders.

Du wirst schnell feststellen, dass es am Anfang relativ schwierig ist, den Fokus zu halten. Das ist total okay und sogar gut so! Denn jetzt lernst du, deinen Fokus bewusst zu steuern. Das wird dir im Alltag und in bestimmten Situationen wie bei einem Meeting, vor einer Prüfung, bei der Arbeit oder in deiner Freizeit extrem weiterhelfen.

Bleibe bei dir, auch wenn deine Gedanken immer wieder woanders hinwandern. In dem Moment, in dem du dir bewusst darüber wirst, dass dein Fokus und somit auch deine Energie gerade woanders sind, kannst du dir deine Aufmerksamkeit zurückholen. Zentriere sie wieder bei dir und richte sie auf das, was dir gerade wichtig ist. Sei dabei immer liebevoll mit dir.

4. Schließe die Meditation bewusst ab

 

Statt einfach aufzustehen und wieder in deinen Alltag überzugehen, solltest du bewusst im Hier und Jetzt ankommen und die Meditation ruhig abschließen.

Du kannst dafür zum Beispiel deine Hände in Gebetshaltung vor deinem Herzen zusammenführen. Neige deinen Kopf nach vorne, um dich so vor dir und vor dem Wunder, das du bist, zu verbeugen.

Bedanke dich bei dir, dass du dir die Möglichkeit schenkst, den Blick nach innen zu wenden und dich mit deiner inneren Kraft zu verbinden.

Atme noch einmal tief durch die Nase ein und durch den Mund wieder aus. Und wenn du soweit bist, öffne deine Augen und komm zurück ins Hier und Jetzt.

Ich empfehle dir, dass du dich einen Monat lang jeden Tag einige Minuten in Stille hinsetzt und meditierst. Am Anfang können das nur 3 oder 5 Minuten sein. Mit der Zeit wird es dir immer leichter und leichter fallen.

Probiere es gerne einmal aus und teile in den Kommentaren, wie es sich für dich angefühlt hat. Hast du Fragen oder wünschst du dir weitere Unterstützung? Schreib mir gerne unter diesem Beitrag.


 

Wenn du die Welt der Meditation für dich nutzen und voll und ganz in deine Schöpferkraft kommen möchtest und dir dabei Unterstützung wünschst, dann lade ich dich in die Rise Up & Shine Uni® ein! Die RUSU ist mein 4-wöchiges, intensives Onlineprogramm, das dich dabei unterstützt voll und ganz in deine Kraft zu kommen. Unter anderem erhältst du hier einen 7 tägigen Meditationskurs, der dir einen schönen ersten Einblick in die unterschiedlichen Meditationsformen gibt und dir zeigt wie Meditieren „funktioniert“.

In der RUSU arbeiten wir täglich mit Meditationen und sie nutzen, um deine innere Welt zu stärken und positiv aufzubauen.

Hier erfährst du mehr über die Rise Up & Shine Uni® 2020

Wenn du dir eine geführte Meditation wünschst, habe ich dir hier eine kleine Auswahl zu verschieden Themen:

Meditation für ein erfülltes Money-Mindset

Meditation: Verbinde dich mit deinem spirituellen Krafttier

Meditation: Dankbarkeit und Liebe

Meditation: Tiefe Selbstliebe

Meditation: Lotusblume – Wachse aus Krisen empor

Rock on & Namasté

Deine Laura
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2 Kommentare
  • Christine
    Posted at 16:32h, 12 Februar Antworten

    Hallo liebe Laura,

    ich habe erst vor Kurzem angefangen mit dem meditieren. Bei geführten Medidationen fühle ich mich wirklich wohl, aber vor “nicht geführten” Meditationen, bei denen ich ohne “Beschallung” meditiere habe ich noch Respekt. Beobachte ich wirklich die ganze Zeit meinen Atem und meine Gedanken die einfach kommen oder nehme ich mir vorher bewusst ein Thema vor über das ich nachdenken möchte? Bei den geführten Meditationen auf deinem Podcast (die ich übrigens total toll finde, DANKE dafür! 🙂 ) kommen mir eigentlich gar keine Gedanken weil ich “so an deinen Lippen” klebe.
    Danke 🙂

    • Nina - TeamLiebe
      Posted at 10:29h, 27 Februar Antworten

      Liebe Christine,
      vielen Dank für deinen Beitrag und deine Frage 🙂 Dass dir die geführten Meditationen von Laura so gut gefallen, freut uns sehr <3 Diese stehen dir ja schönerweise immer zur Verfügung und du kannst sie jederzeit für dich nutzen. Bei Meditationen, in denen du dich in die “Stille setzen” möchtest, geht es mehr darum wirklich nur Beobachter von den eigenen Gedanken und dem Atem zu werden. Hier kann es für den Anfang sehr hilfreich sein mit 2 min zu starten und dann immer 2-3 min dranzuhängen. Das ist eine Frage der Übung, wie ein Muskel, den wir alle trainieren lernen können.
      Alles Liebe zu dir und ganz viel Freude mit Lauras Meditationen
      Nina aus dem TeamLiebe

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